Hausärzte
Kritik an Koalitionsbeschlüssen zu Krankschreibung

Der Hausärzteverband hat Beschlüsse der Koalition kritisiert, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und eine verpflichtende Vorlage der Krankschreibung ab dem ersten Tag einzuführen. Die Beschlüsse seien katastrophal, sagte der Verbandsvorsitzende Blumenthal-Beier.

    Eine Hand hält ein Smartphone mit einer elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, eAU
    Kritik an Besshlüssen der Koaltion zu Krankschreibungen. (IMAGO / Bihlmayerfotografie / IMAGO)
    Union und SPD nähmen eine Überlastung der Praxen billigend in Kauf. Alle Statistiken belegten zweifelsfrei, dass die telefonische Krankmeldung nicht zu mehr Krankschreibungen geführt habe, erklärte Blumenthal-Beier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
    Der Koalitionsausschuss hatte gestern Abend ein insgesamt 34 Punkte umfassendes Reformpaket beschlossen. Unter anderem sollen kleine und mittlere Einkommen bei der Steuer entlastet werden. Unternehmen sollen vom Bürokratieabbau profitieren. Bundeskanzler Merz sagte bei der Vorstellung der Ergebnisse des Ausschusses, mit den Reformen zeige die politische Mitte, dass sie die Kraft habe, das Land zu modernisieren. 
    Diese Nachricht wurde am 02.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.