
Berichten zufolge kritisierten mehrere EU-Staats- und Regierungschefs, dass sie erst nachträglich informiert worden seien. In deutschen Regierungskreisen war von einem Affront die Rede. Bundeskanzler Merz habe klargestellt, dass Costa Repräsentant der Europäischen Union sei, nicht Vermittler. Der Ukraine-Krieg war ein Thema am ersten Tag des EU-Gipfeltreffens in Brüssel.
Das Büro des EU-Ratspräsidenten hatte bestätigt, dass es in den vergangenen Wochen kurze Kontakte mit Russland gab. Dabei habe es keinen inhaltlichen Austausch gegeben, es sei nur um die Öffnung von Kommunikationskanälen gegangen. Die EU erörtert derzeit, wie sie sich in mögliche Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland einbringen kann. Eine offene Frage ist, wer eine Vermittlerrolle übernehmen könnte.
Das Gipfeltreffen in Brüssel wird heute fortgesetzt. Weitere Themen sind die Handelsbeziehungen mit China und der künftige EU-Haushalt.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
