Gesundheit und Arbeit
Kritik an Merz-Äußerungen zu Krankenstand

Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Machalet, hat Aussagen von Bundeskanzler Merz über einen hohen Krankenstand der Arbeitnehmer in Frage gestellt.

    Die SPD-Sozialpolitikerin Tanja Machalet bei einer Rede im Bundestag.
    Die SPD-Sozialpolitikerin Tanja Machalet (Archivfoto) (picture alliance / dpa / Christoph Soeder)
    Die Allermeisten meldeten sich nicht aus einer Laune heraus krank, sagte die SPD-Politikern dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Viele arbeiteten so lange, bis gar nichts mehr gehe. Machalet forderte mehr gesundheitliche Prävention am Arbeitsplatz.
    Merz hatte auf einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei in Baden-Württemberg die jährliche Anzahl der Krankentage pro Beschäftigten kritisiert und die telefonische Krankschreibung infrage gestellt. In ihrem Koalitionsvertrag verständigten sich Union und SPD auf Veränderungen der telefonischen Krankmeldung, nicht aber auf deren Abschaffung. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Gassen, sprach sich für Karenztage oder Bonussysteme aus.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.