Großbritannien
Kritik an möglichen Museumsgebühren für ausländische Touristen

Die Überlegungen der britischen Regierung, künftig nur noch einheimischen Museumsbesuchern freien Eintritt zu gewähren, sind auf Kritik gestoßen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, protestieren gegen die Regelung unter anderem Vertreter von Ländern, die Kunst- und Kulturgüter von Großbritannien zurückfordern.

    Ein Blick auf das British Museum in London, Großbritannien
    Die nationalen Museen Großbritanniens bieten seit 2001 für jeden Besucher freien Eintritt. (picture alliance / NurPhoto / Jakub Porzycki)
    So erklärte der ghanaische Außenminister Ablakwa, bei Gebühren nur für ausländische Touristen stellten sich Fragen der "Fairness", insbesondere dort, wo Rückgabe-Diskussionen andauerten. Der Vizechef der Reparationskommission der Karibischen Gemeinschaft, Phillips, fragte, warum man bezahlen solle, um sein Kulturerbe zu sehen. Der Vorsitzende des nationalen Reparationsausschuss von Grenada, Gill, erklärte, die Priorität müsse darin bestehen, die Artefakte an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben.
    Die nationalen Museen Großbritanniens bieten seit 2001 für jeden Besucher freien Eintritt. Derzeit wird geprüft, ob ausländische Besucher in Zukunft wieder bezahlen sollen. Die britische Regierung will mit den zusätzlichen Eintrittsgeldern den eigenen Kunstsektor finanziell besser zu unterstützen.
    Diese Nachricht wurde am 16.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.