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Nach Amoktat in Hamburg
Kritik an Plänen zur Verschärfung des Waffenrecht

Das Vorhaben von Bundesinnenministerin Faeser, das Waffenrecht zu verschärfen, stößt bei der Opposition weiterhin auf Kritik. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Henrichmann sagte im Deutschlandfunk, statt eines pauschalen Verbots von halbautomatischen Waffen solle mehr Energie darauf verwandt werden, dass Extremisten nicht in den Besitz von Waffen gelangen.

30.03.2023
    Bundesinnenministerin Faeser gibt nach dem Amoklauf in Hamburg ein Statement vor dem Gebäude der Zeugen Jehovas ab.
    Bundesinnenministerin Faeser will das Waffenrecht verschärfen. (Georg Wendt / dpa / Georg Wendt)
    Das habe erst gestern die Razzia unter Reichsbürgern gezeigt, bei der ein Polizist angeschossen wurde. Auch der Attentäter von Hamburg, der vor zwei Wochen sieben Menschen und sich selbst getötet hat, hätte viel eher von den Behörden einbestellt und fachärztlich kontrolliert werden müssen, betonte der Innen-Politiker. Sobald es Hinweise gebe, dass Menschen sich radikalisierten, sei ein psychiatrisches Gutachten hilfreicher als eine standardisierte psychologische Eignungsprüfung für den Waffenschein.
    In Hamburg hatte es öffentlich einsehbare und auch anonyme Hinweise auf die Radikalisierung des Attentäters gegeben. Bei einer Überprüfung des Mannes durch die Hamburger Waffenbehörde wurden sie trotzdem übersehen.
    Das gesamte Interview zu möglichen Änderungen am Waffenrecht mit Marc Henrichmann können Sie hier nachlesen.
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.