
Der sächsische Ministerpräsident Kretschmer sagte im Deutschlandfunk, was gestern bei VW diskutiert worden sei, stelle einen riesigen Einschnitt dar, den man so nicht zulassen könne. Der CDU-Politiker bemängelte, es werde über die Schließung des Werks Zwickau-Mosel diskutiert, obwohl dieses nach der Umstellung auf Elektromobilität seine Kostenziele erreicht habe. So könne man nicht vertrauensvoll zusammenarbeiten. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Lies betonte, Werksschließungen seien keine Zukunftsstrategie. Niedersachsen hält 20 Prozent der Anteile an VW.
Die Konzernführung hatte gestern am späten Abend nach einer Aufsichtsratssitzung mitgeteilt, der Vorstand wolle Überkapazitäten abbauen und die Zahl der Modelle halbieren. Angaben zu einem Stellenabbau und möglichen Werksschließungen wurden nicht gemacht. Die VW-Betriebsratschefin Cavallo forderte eine unmissverständliche Stellungnahme der Konzernspitze.
Diese Nachricht wurde am 10.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
