Kabinettsumbildung
Kritik der Opposition auf bekanntgewordene Personalien

Die Umbildungen im Kabinett durch Bundeskanzler Merz haben Kritik aus den Reihen der Opposition hervorgerufen. Insbesondere Carsten Linnemann steht im Focus.

    Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen mit Nina Warken (links), Philipp Amthor (zweiter von links) und Carsten Linnemann (rechts), auf dem Weg zu einer Erklärung zu den geplanten personellen Veränderungen in der deutschen Regierung am 24. Juli 2026.
    Kabinettsumbildung: Die Opposition kritisiert vor allem die Personalie Linnemann. (picture alliance / AP Photo / Markus Schreiber)
    Mit Blick auf das künftig vom bisherigen CDU-Generalsekretär Linnemann geleitete Gesundheitsressort sagte der Grünen-Politiker Dahmen der "Augsburger Allgemeinen", es entstehe der Eindruck, dass für dieses Ministerium weder gesundheitspolitische noch medizinische Kenntnisse entscheidend seien. Der Linken-Gesundheitspolitiker Gürpinar monierte in der "Rheinischen Post", Linnemann sei ein sozialpolitischer Hardliner - dies lasse Schlimmes befürchten.

    Warken wird Kanzleramtsministerin

    Auslöser der Kabinettsumbildung war der Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn. Wie bereits berichtet, wird die bisherige Gesundheitsministerin Warken Thorsten Frei als Kanzleramtschefin ersetzen, dieser folgt als Unionsfraktionschef auf den zurückgetretenen Jens Spahn. Außerdem soll der Staatssekretär im Digitalministerium, Amthor, Bund-Länder-Beauftragter im Kanzleramt werden.

    Umbesetzung von Verkehrsministerposten offenbar kurzfristig gescheitert

    Zu Medienberichten, wonach Bundesverkehrsminister Schnieder seinen Posten räumen muss, äußerte sich Merz nicht. Es werde noch weitere Änderungen geben, kündigte der Kanzler an, diese würden jedoch noch einige Tage brauchen. Zuvor hatte es geheißen, Schnieder werde voraussichtlich durch den Finanzpolitiker Güntzler ersetzt. Offenbar scheiterte eine Neubesetzung des Verkehrsministeriums, weil Güntzler kurzfristig abgesagt hatte. Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses Al-Wazir von den Grünen nannte dies handwerklich katastrophal.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.