Kabinettsumbildung
Kritik der Opposition auf bekanntgewordene Personalien - insbesondere Linnemann im Fokus

Die Umbildungen im Kabinett durch Bundeskanzler Merz rufen Kritik aus den Reihen der Opposition hervor.

    Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen mit Nina Warken (links), Philipp Amthor (zweiter von links) und Carsten Linnemann (rechts), kommen aus dem Kanzleramt.
    Die Kabinettsumbildung wird teilweise kritisiert. (picture alliance / AP Photo / Markus Schreiber)
    Mit Blick auf das künftig vom bisherigen CDU-Generalsekretär Linnemann geleitete Gesundheitsressort sagte der Grünen-Politiker Dahmen der "Augsburger Allgemeinen", es entstehe der Eindruck, dass für dieses Ministerium weder gesundheitspolitische noch medizinische Kenntnisse entscheidend seien. Der Linken-Gesundheitspolitiker Gürpinar monierte in der "Rheinischen Post", Linnemann sei ein sozialpolitischer Hardliner - dies lasse Schlimmes befürchten.
    Merz hatte am Vormittag die bereits bekannt gewordenen Neubesetzungen bestätigt: Gesundheitsministerin ‌Warken tritt die Nachfolge von Kanzleramtschef Frei an, der Unionsfraktionschef wird. Der Staatssekretär im Digitalministerium, Amthor, wird Bund-Länder-Beauftragter im Kanzleramt. Allerdings scheiterte eine Neubesetzung des Verkehrsministeriums: Nach Medien-Informationen sollte der niedersächsische Abgeordnete Güntzler Ressortchef Schnieder ablösen, hat aber abgesagt. Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsauschusses Al-Wazir von den Grünen nannte dies handwerklich katastrophal.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.