Italien
Kritik nach angekündigtem Ausschluss israelischer LGBTQ-Gruppen von der Pride-Parade in Rom

Einen Monat vor der Roma-Pride-Parade gibt es Streit um die Teilnahme jüdischer LGBTQ-Gruppen an der diesjährigen Parade.

    Feiernde bei der Roma-Pride-Parade 2025. Ein Teilnehmer hält eine palästinensische Flagge hoch.
    Feiernde bei der Roma-Pride-Parade 2025 (AP / dpa / Alessandra Tarantino)
    Sie sollen laut den Veranstaltern ausgeschlossen werden, weil sie sich nicht gegen die israelische Regierung ausgesprochen haben. Die Veranstalter der Parade hatten das zur Bedingung gemacht. In einem Manifest verurteilten sie das Vorgehen Israels im Gazastreifen und warfen Israel einen Genozid vor.
    Die jüdische Gruppe Keshet Italia sprach von Doppelmoral. Man solle sich von einer Regierung distanzieren, für die man keine Verantwortung trage. Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Picierno, kritisierte, es sei etwas zutiefst Falsches daran, wenn eine Bewegung, die entstanden sei, um Minderheiten zu verteidigen, entscheide, welche Minderheiten moralisch akzeptabel seien und welche nicht.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.