Iran-Krieg
Kroatien und Ungarn führen Preisdeckel für Benzin ein

Kroatien und Ungarn deckeln als erste EU-Staaten die wegen des Iran-Krieges stark gestiegenen Benzinpreise.

    Zapfpistolen für die Kraftstoffe Benzin Super E10, Benzin Super E5, Diesel und excellium Diesel hängen an einer Zapfsäule
    Die Benzinpreise sind stark gestiegen. (picture alliance/dpa | Carsten Koall)
    Der kroatische Regierungschef Plenkovic erklärte in Zagreb, von morgen an gelte eine Preisobergrenze von 1,50 Euro pro Liter Benzin und 1,55 Euro pro Liter Diesel. Auch der ungarische Ministerpräsident Orban kündigte einen ab Mitternacht geltenden Preisdeckel in ähnlicher Höhe an.
    Wegen des Iran-Kriegs sind die Ölpreise über die Marke von 100 US-Dollar pro Fass gestiegen. Auch der Gaspreis stieg weiter. Gründe sind die faktische Sperrung der Straße von Hormus und die iranischen Angriffe auf Raffinerien unter anderem in Katar, Saudi-Arabien und Bahrain.
    Die Gruppe der G7-Staaten beriet heute über das Thema, will aber vorerst nicht auf die nationalen strategischen Ölreserven zurückgreifen. Das gab Bundesfinanzminister Klingbeil bekannt. Er sagte, dies sei noch nicht der richtige Zeitpunkt für solch eine Maßnahme, die aber für die G7 eine Option bleibe.
    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.