
Von der Verwendung solcher Kühlstoffe in E-Liquids sei abzuraten, da bereits bei mittlerem Konsum - fünf Milliliter pro Tag - von einem langfristigen Gesundheitsrisiko auszugehen sei. Völlig unklar sei derzeit noch, wie das Risiko für Lungenschäden einzuschätzen ist.
Kühlstoffe - auch Cooling Agents genannt - werden den Liquids von E-Zigaretten beigemischt, um ein kühlendes und erfrischendes Mund- und Rachengefühl zu erzeugen. Dabei werden dem BfR zufolge diverse chemische Substanzen genutzt - viele seien geschmacksneutral und geruchlos.
Andere wie Menthol seien mit einem charakteristischen Geruch und Geschmack verbunden. Die Konzentration der häufig synthetisch hergestellten Kühlstoffe in E-Liquids variiere stark, teils seien die Konzentrationen hoch.
Genutzt wurden Daten aus Studien zur oralen Aufnahme der Stoffe bei Tieren wie Ratten oder Mäusen. Für einige Kühlstoffe, für die keine Daten verfügbar waren, wurden Studiendaten von strukturähnlichen Stoffen verwendet, wie es hieß.
Im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten - allein in Deutschland pro Jahr für den vorzeitigen Tod von mehr als 120.000 Menschen verantwortlich - sind E-Zigaretten nach BfR-Angaben deutlich weniger gefährlich. Das Institut empfiehlt aber, zum Schutz der eigenen Gesundheit grundsätzlich auch auf E-Zigaretten zu verzichten.
Diese Nachricht wurde am 25.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
