
Neben komplett künstlichen Abbildungen basiert ein Teil des Materials auch auf echten Kinderbildern, wie nach Angaben des Südwestrundfunks Recherchen des Investigativformats "Vollbild" ergaben. Teilweise gehen die KI-Bilder dem Bericht zufolge auch auf echten Missbrauch zurück. Künstlich generierte pornografische Bilder von Kindern und Jugendlichen werden demnach unter anderem über die Social-Media-Plattform Instagram verbreitet. Einige Accounts verlinkten zudem auf externe Plattformen, die teilweise auch Abbildungen von explizitem KI-generierten Kindesmissbrauch verbreiteten.
Das Bundeskriminalamt stuft die Gefahr bei Kinder- und Jugendpornografie als "hoch" ein. Es gebe die Gefahr, dass alltägliche echte Fotos als Grundlage für KI-generierte Pornografie dienen könnten, hieß es.
Plattformen wie Instagram reagieren dem Bericht zufolge unzureichend. Die SWR-Redaktion meldete im Zuge der Recherche nach eigenen Angaben mehrere Dutzend Instagram-Accounts, deren Besitzer damit werben, Kinder- und Jugendpornografie zu verkaufen. Nur ein Drittel der Accounts wurden demnach von Instagram innerhalb von 48 Stunden gelöscht.
