
Weimer fordert solche Regelungen seit Monaten für Tiktok. Hintergrund sind nach seinen Angaben weiterhin offene Fragen. "Wir wissen bis heute nicht, wohin die sensibelsten Daten unserer Jugendlichen fließen und welchen Zugriff chinesische Behörden darauf haben", betonte der parteilose Politiker. Zudem sprach sich der Kulturstaatsminister erneut für eine Plattformabgabe aus, da die Betreiber seiner Ansicht nach stark von journalistischen Inhalten profitierten. "Deshalb sollten sie sich auch angemessen an der Finanzierung unserer Medienlandschaft beteiligen." Weimer kündigte an, das Vorhaben noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen.
Gründung von Gemeinschaftsunternehmen in den USA
"TikTkok" gehört dem chinesischen Unternehmen ByteDance. Der europäische Hauptsitz ist in Irland. Nach eigenen Angaben speichert die Plattform die Daten ihrer europäischen Nutzerinnen und Nutzer hauptsächlich im dortigen Datenzentrum und an einem weiteren Standort in Norwegen. ByteDance hat stets Bedenken zurückgewiesen, es leite Daten an den chinesischen Staat weiter.
Für die USA hatte ByteDance im Januar eine Vereinbarung zur Gründung eines mehrheitlich in US-Besitz befindlichen Gemeinschaftsunternehmens abgeschlossen. Damit sollte ein Verbot von TikTok in den Vereinigten Staaten abgewendet und Sicherheitsbedenken von US-Politikern wegen des chinesischen Eigentümers ausgeräumt werden.
Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
