
Einerseits habe man eine Luxusdiskussion, anderseits die enormen Folgen von Fehlernährung in einer Größenordnung von fast 20 Milliarden Euro jährlich, sagte er im Deutschlandfunk. Ein großer Bereich der Bevölkerung konsumiere Zucker oft ungehemmt als billige Energiequelle und vermeintliches Genussmittel. Meist seien es Menschen mit weniger Einkommen, die oft auch ein Bildungsdefizit hätten. Zugleich warnte Hirschfelder vor pauschalen Bewertungen. Zucker sei ambivalent. Die Dosis mache die Wirkung.
Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Zuckerabgabe ab 2028 erhoben werden. Sie ist Teil eines Gesetzespakets zur finanziellen Stabilisierung der Krankenkassen, das das Kabinett verabschiedet hat. Zahlreiche Experten fordern einen solchen Schritt seit Langem. Teile der Wirtschaft lehnen ihn ab. Auch der Bundesparteitag der CDU hatte sich gegen eine Zuckersteuer ausgesprochen.
Diese Nachricht wurde am 04.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
