
Assmann sagte im Deutschlandfunk, mit der nun zugänglichen NSDAP-Kartei sei aus einer Blackbox ein transparentes Angebot geworden. Man müsse davon ausgehen, dass die Mehrheit der damaligen deutschen Gesellschaft in der Mitgliedskartei enthalten sei. Man werde gezwungen, die Geschichte ehrlicher und vollständiger zu erzählen. Die Vergangenheit anzuerkennen und weiterzugeben, müsse Teil des nationalen Selbstbildes werden.
Assmann, die Trägerin des Friedenspreises des deutschen Buchhandels ist, begrüßte außerdem die Errichtung konkreter Erinnerungsorte. Als Beispiel nannte sie die Pläne zum Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs, das in Berlin umgesetzt werde soll. Erinnerung brauche Stützen, sagte Assmann, es brauche Wiederholung und Riten.
Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
