Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Kundgebung in Berlin

Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung haben mehrere Organisationen für heute zu einer Kundgebung in Berlin aufgerufen.

    Raul Krauthausen im Porträt
    Raul Krauthausen ist Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit. Auch er wird zu der Kundgebung in Berlin erwartet. (picture alliance/dpa/Soeren Stache)
    Wer mit Behinderungen lebt, dem liegen nach ihrer Einschätzung nach wie vor viele Steine im Weg, etwa in Form von Diskriminierung im Alltag, erschwertem Zugang zu Bildung und Arbeit sowie hohem Kostendruck. Laut dem Aktivisten Raul Krauthausen vom Verein Sozialhelden soll auch eine Petition an Abgeordnete des Bundestags übergeben werden, in der unter anderem gefordert wird, eine Pflicht zur Barrierefreiheit gesetzlich festzulegen. Der Bundestag befasst sich am Donnerstag mit der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes.
    Die Bischofskonferenz unterstützt die Proteste, ebenso wie die Caritas. Deren Präsidentin Welskop-Deffaa sagte der KNA, die finanziell angespannte Lage vieler Kommunen berge die Gefahr, dass Inklusion mit Blick auf Sportstätten oder den Schulalltag ins Hintertreffen gerate. Der Paralympicssieger im Kugelstoßen, Niko Kappel, betonte in einem Podcast der Stiftung Deutsche Sporthilfe, es gebe positive Entwicklungen in Deutschland. Er hoffe, dass man diesen Weg weitergehe. Die Aktion Mensch appellierte an die Politik, eine verständlichere Sprache zu verwenden. Vieles ließe sich einfacher formulieren, etwa komplizierte Begriffe wie "Teilhabeverfahren".
    Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.