
Die Präsidentin der Stiftung, Marion Ackermann, erinnerte an Egidio Marzona als einen "leidenschaftlichen und unermüdlichen Sammler der Avantgarde des 20. Jahrhunderts, der die künstlerischen und geistigen Bewegungen eines ganzen Jahrhunderts zu erfassen suchte". Der in Bielefeld als Sohn einer italienischen Unternehmerfamilie geborene Marzona baute seit den 1960er Jahren seine Sammlung auf. 2016 übergab er sie den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als Schenkung. Sachsen baute dafür ein historisches Barockpalais am Neustädter Ufer um.
Nach sechsjähriger Bauzeit eröffnete im Mai 2024 das "Archiv der Avantgarden". Es beinhaltet unter anderem Briefwechsel, Manifeste, Skizzen und Collagen, Plakate, Fotografien und Filme, aber auch Künstlerbücher, Kataloge und Zeitschriften. Weitere Teile der Sammlung Marzona befinden sich in Berliner Museen, unter anderem in der Nationalgalerie und dem Kupferstichkabinett.
Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
