Syrien
Kurden-Miliz erklärt Verhandlungen mit Zentralregierung für gescheitert - IS-Terroristen ausgebrochen

In Syrien sind die Verhandlungen über ein Ende des bewaffneten Konflikts zwischen Kurden und der Zentralregierung in Damaskus abgebrochen worden.

    Zwei bewaffnete Männer stehen erhöht und schauen auf eine Menschenmenge.
    Syrische Soldaten überwachen, wie kurdische Bewohner von Aleppo ihren Stadtteil verlassen. (Archivbild) (AFP / OMAR HAJ KADOUR)
    Ein Vertreter der autonomen kurdischen Verwaltung erklärte, die Gespräche seien gescheitert, da die Regierung eine bedingungslose Kapitulation der Kurden gefordert habe. In den vergangenen Tagen hatten syrische Regierungstruppen bei einer Offensive in der Großstadt Aleppo und im Nordosten des Landes Kämpfer der kurdisch geführten SDF-Miliz aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben. Am Sonntag verkündete der syrische Übergangspräsident al-Scharaa einen Waffenstillstand und gab ein Abkommen mit den Kurden bekannt. Ungeachtet dessen meldeten beide Seiten neue Gefechte.
    Als Folge der Kämpfe sollen in der Stadt Asch-Schaddadi zahlreiche Mitglieder der IS-Terrormiliz aus einem Gefängnis ausgebrochen sein. Nach Angaben des syrischen Innenministeriums handelt es sich um rund 120 IS-Terroristen, die SDF-Miliz sprach von bis zu 1.500 Ausgebrochenen.
    Damaskus drängt auf eine Eingliederung der autonom geführten kurdischen Verwaltungen im Nordosten in die staatliche Ordnung.
    Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.