Kuriose Erfindungen scheinen in diesem Jahr sogar das Gros der Beiträge zur Genfer Messe zu sein. Etwa ein Schlafgurt, der Zugreisende selbst in beengten Verhältnissen in optimaler Schlafposition halten soll. Oder eine Aufschnitt-Maschine für französische Croissants ist oder ein Buchseiten-Halter, der verhindert, dass selbst bei kräftigen Windböen Buchseiten einfach umschlagen. Doch auch viel Nützliches wird präsentiert. So ein Bekämpfungsgerät gegen Bakterien, Viren und Hefepilze auf Obstplantagen, das komplett ohne Schädlingsbekämpfungsmittel auskommt. Hans-Peter Steffen, Agraringenieur aus der Schweiz, erklärt das Prinzip: "Wir produzieren auf dem Gerät Ozon. Ozon ist eines der größten, besten Oxidationsmittel und hat einen großen bioziden Effekt auf Bakterien, Viren, Hefen." Trifft das Ozonmolekül auf die Membran von Bakterien, bricht es diese in Sekunden auf und tötet so die Mikrobe.
Der Erfinder führt an, dass sein Schädlingsbekämpfer für die Umwelt unschädlich sei: "Wir bilden keine Rückstände auf den Produkten, es ist absolut unschädlich für die Pflanze und wir haben auch keine Resistenzbildung, wie das bei konventionellen Spritzmitteln der Fall ist." Das Ozon wird im Gerät in Wasser gelöst und hält sich dadurch rund eine Stunde lang. Dabei sei die Konzentration mit acht Milligramm pro Liter zu gering, um die Pflanze selbst zu schädigen. Auch die ultraviolette Strahlung, die Steffens zusätzlich einsetzt könne die Pflanze nicht gefährden, bringe den Schädlingen aber zusätzlichen Schaden, so Steffens. Zwar verweist der Schweizer Erfinder auf erste praktische Erfahrungen mit dem neuen System in Schweizer Obstplantagen, die positiv seien. Dennoch muss der Ozon-Strahler seine Bewährungsprobe im dauerhaften Einsatz erst noch bestehen. Ein zweites Problem besteht in der exakten Ausbringen des Ozons. Schließlich entfaltet das Ozon nur in direktem Kontakt mit dem Schädling seine Wirkung und überdies nur kurze Zeit.
[Quelle: Thomas Wagner]
Der Erfinder führt an, dass sein Schädlingsbekämpfer für die Umwelt unschädlich sei: "Wir bilden keine Rückstände auf den Produkten, es ist absolut unschädlich für die Pflanze und wir haben auch keine Resistenzbildung, wie das bei konventionellen Spritzmitteln der Fall ist." Das Ozon wird im Gerät in Wasser gelöst und hält sich dadurch rund eine Stunde lang. Dabei sei die Konzentration mit acht Milligramm pro Liter zu gering, um die Pflanze selbst zu schädigen. Auch die ultraviolette Strahlung, die Steffens zusätzlich einsetzt könne die Pflanze nicht gefährden, bringe den Schädlingen aber zusätzlichen Schaden, so Steffens. Zwar verweist der Schweizer Erfinder auf erste praktische Erfahrungen mit dem neuen System in Schweizer Obstplantagen, die positiv seien. Dennoch muss der Ozon-Strahler seine Bewährungsprobe im dauerhaften Einsatz erst noch bestehen. Ein zweites Problem besteht in der exakten Ausbringen des Ozons. Schließlich entfaltet das Ozon nur in direktem Kontakt mit dem Schädling seine Wirkung und überdies nur kurze Zeit.
[Quelle: Thomas Wagner]