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Kurpfälzische Barockmusik zwischen Düsseldorf und NeuburgRhein-Nymphen und Donau-Echos

Vor 300 Jahren, am 8. Juni 1716, starb der Düsseldorfer Kurfürst Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, und im Jahr darauf zog es seine Witwe Maria Luisa de' Medici zurück in ihre Heimat Florenz. Damit endete die glanzvolle Epoche eines vornehmlich nach Süden orientierten Barock am Niederrhein, die viele bedeutende Komponistennamen aufwies.

Von Bernd Heyder | 08.11.2016

Das historische Reiterdenkmal von Kurfürst Johann Wilhelm II auf dem Marktplatz vor dem Düsseldorfer Rathaus
Reiterdenkmal von Kurfürst Johann Wilhelm II (imago / McPHOTO)
Dazu gehörten Persönlichkeiten wie Johannes Schenck, Agostino Steffani und Francesco Veracini, aber auch von Arcangelo Corelli und Georg Friedrich Händel. Dass dieses kulturelle Erbe nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgt seit zwei Jahrzehnten die Neue Düsseldorfer Hofmusik mit Konzerten, Akademien und Schallplatten-Produktionen. Doch auch in Neuburg an der Donau ist die Barockmusik heute wieder eine feste Größe, schließlich hat dort mit Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm der Großvater des Düsseldorfer Kurfürsten als einer der ersten deutschen Feudalherren italienische Violinvirtuosen an seinen Hof berufen. Die sommerliche Kurswoche und der Biagio-Marini-Wettbewerb für Alte Musik sind ebenso fest im Neuburger Kulturleben verankert wie die Barockkonzerte im Herbst. Die "Musikszene" stellt das alte Repertoire zwischen Rhein und Donau und seine modernen Protagonisten vor.