Medienfinanzierung
"Lage der Nation"-Host Banse verteidigt selbstgelesene Werbung in Podcasts gegen Kritik

Der Moderator des Politik-Podcasts "Die Lage der Nation", Philip Banse, hat selbst gesprochene Werbung in seinem Format gegen Kritik verteidigt. Banse erklärte in seinem Podcast, man erhalte mehr Geld, wenn man Werbetexte selber spreche. Daher sei so weniger Werbung nötig, um das Angebot zu finanzieren.

    Das Bild zeigt eine Detailaufnahme eines schwarzen Mikrofons. Es hängt in einer Halterung. Im Hintergrund ist ein Bildschirm zu erkennen.
    Ein Mikrofon vor einem Monitor (Symbolbild) (IMAGO / Philippe Degroote)
    Außerdem seien selbst vorgetragene Texte weniger störend beim Hören als vorproduzierte Einspieler.
    Der Medienwissenschaftler Stephan Weichert betonte gegenüber dem Deutschlandfunk, es berge Gefahren, wenn Journalistinnen und Journalisten selbst Werbung sprächen. Wenn sie das machten, seien zwar die Einnahmen höher, aber die journalistische Integrität gehe ein Stück weit verloren. Dies sei ein großes Risiko.
    Im März hatte der Medienunternehmer und Podcaster Gabor Steingart solche Werbepraktiken kritisiert. Man tausche Glaubwürdigkeit gegen Geld, unter Beibehaltung der eigenen Stimme. Dies sei, so Steingart, weniger Publizistik als Prostitution.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.