Ohne Heizung, Strom, Wasser
Lage in Ukraine spitzt sich wegen extremer Kälte und russischer Angriffe auf Energieversorgung zu

In der Ukraine spitzt sich die Lage aufgrund der russischen Angriffe und des Wetters zu. In Kiew und anderen Städten müssen Menschen bei bis zu minus 17 Grad ohne Heizung, Strom und Wasser auskommen. Den Angaben zufolge sind in der Hauptstadt 6.000 Wohnblocks betroffen.

    Zwei Krankenwagen im Schnee in Kiew.
    Krankenwagen in Kiew (picture alliance / Photoshot)
    Bürgermeister Klitschko sprach von den bisher schlimmsten Schäden an der Infrastruktur in fast vier Jahren Krieg. Er riet den Bürgern, die Stadt vorübergehend zu verlassen, wenn sich anderswo ein warmer Platz finden lasse. Präsident Selenskyj sagte, Russland versuche mit schweren Luftangriffen mitten im Winter, die großen Städte unbewohnbar zu machen.
    Nach Angaben von Außenminister Sybiha wird sich der UNO-Sicherheitsrat am Montag in einer Dringlichkeitssitzung mit ⁠dem jüngsten russischen Großangriff ‌befassen.
    Auch in Russland sind in der Grenzregion Belgorod nach Behördenangaben derzeit zahlreiche Menschen ohne Heizung, Strom und Wasser. Grund dafür seien ukrainische Raketenangriffe gewesen.

    Erneute Gespräche zwischen Ukraine und USA

    Der ukrainische Präsident Selenskyj teilte mit, dass erneut Gespräche mit den USA über eine gemeinsame Linie für Verhandlungen mit Russland stattgefunden hätten. Konkrete Inhalte wurden nicht genannt.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.