Bayreuther Festspiele
Landespolitik und Knobloch kritisieren Absage von Friedman-Auftritt

Die Absage eines Auftritts des jüdischen Publizisten Michel Friedman bei den Bayreuther Festspielen hat Kritik hervorgerufen.

    Michel Friedman am Rednerpult bei einer Demonstration in München
    Michel Friedman (picture alliance / dpa / Felix Hörhager)
    Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Spaenle teilte mit, die Absage habe ihn sehr irritiert. Bayerns Kunstminister Blume sagte, er erwarte von der Festspielleitung, dass sie eine Lösung finde. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Knobloch, sprach von einer Bankrotterklärung.
    Friedman sollte bei den 150. Bayreuther Festspielen über Antisemitismus, den Komponisten Richard Wagner und den Umgang mit der Nazi-Vergangenheit der Festspiele sprechen. Die Veranstaltung wurde aber mit dem Verweis auf "Sicherheitsbedenken" auf unbestimmte Zeit verschoben.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.