Schleswig-Holstein
Landesregierung will "Drug-Checking" erproben

In Schleswig-Holstein sollen Drogenkonsumenten im Rahmen eines Modellprojektes künftig ihre Substanzen legal prüfen lassen können.

    Man sieht die Hände einer Person, die mit links eine metallene Schüssel hält und mit rechts mit einer Pipette eine Flüssigkeit auf eine Fläche streicht.
    In einem mobilen Speziallabor auf dem Gelände eines Musikfestivals werden Drogenpillen auf gefährliche Substanzen untersucht (Archivbild). (picture alliance / dpa / Jens Büttner)
    Das Kabinett stimmte einem entsprechenden Erlass zur Umsetzung des Betäubungsmittelrechts zu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Geplant ist, das sogenannte "mobile Drug-Checking" zunächst im Umfeld von Veranstaltungen wie etwa Festivals zu erproben. Gesundheitliche Aufklärung über die Risiken des Konsums von Drogen sowie Beratungs- und Behandlungsmaßnahmen sollten dabei eine wichtige Rolle spielen, betonte Landesgesundheitsministerin von der Decken.
    Die Verordnung soll voraussichtlich bis Ende Juni in Kraft treten. Im Jahr 2023 hatte der Bundestag eine gesetzliche Regelung zu Drug-Checking-Modellen beschlossen. Die Länder können selbst entscheiden, ob sie Modellvorhaben erlauben.
    Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.