USA
Landesweit Proteste nach tödlichen Schüssen von ICE-Agent in Minneapolis angekündigt

Nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau in Minneapolis durch einen Agenten der US-Einwanderungsbehörde ICE sind in mehreren amerikanischen Städten Proteste angekündigt worden.

    Polizeibeamte stehen auf einer Staße in Minneapolis. Sie tragen Schlagstöcke. Es ist dunkel und schneit.
    Polizeibeamte in der Innenstadt von Minneapolis (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Daniel Powell)
    Der Sender CNN berichtet von über 1.000 angemeldeten Demonstrationen. Dazu aufgerufen hat ein Bündnis aus Bürgerrechts- und Migrantenorganisationen. Bereits am Freitag hatte es in mehreren Städten Solidaritätskundgebungen gegeben. In Minneapolis selbst wurden nach Behördenangaben 29 Demonstranten festgenommen. Bei Zusammenstößen in der Nacht sei ein Polizist verletzt worden.
    Am Mittwoch hatte ein ICE-Agent in Minneapolis eine 37-jährige Frau erschossen, die nach Darstellung des US-Heimatschutzministeriums versucht haben soll, Beamte der Einwanderungsbehörde mit ihrem Wagen anzufahren. Der Bürgermeister der Stadt sowie die Regierung des Bundesstaates Minnesota bestreiten die Angaben. Sie fordern eine unabhänige Untersuchung des Vorfalls.

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    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.