
In London demonstrierten fast tausend Menschen vor dem Sitz der einwanderungsfeindlichen Partei Reform UK des Politikers Farage. Auch im nordenglischen Newcastle, in Cardiff in Wales sowie in den schottischen Städten Glasgow und Edinburgh gab es Kundgebungen gegen Fremdenfeindlichkeit.
Bei den rechtsextremistischen Ausschreitungen in der vergangenen Woche waren unter anderem Moscheen und Flüchtlingsunterkünfte angegriffen worden. Nach einem harten Durchgreifen der Behörden mit über 700 Festnahmen und ersten Gefängnisurteilen für die Randalierer hatte sich die Lage in den vergangenen Tagen wieder beruhigt.
Hintergrund der Krawalle in England und Nordirland sind Falschnachrichten nach dem gewaltsamen Tod von drei Kindern in Southport. Im Internet war verbreitet worden, der Täter sei ein muslimischer Asylbewerber.
Der britische König Charles äußerte sich am Freitag erstmals zu den Ausschreitungen. Laut einem Sprecher des Buckingham-Palastes lobte er die Polizei und die Rettungsdienste für ihren Einsatz. Diese hätten alles getan, um den Frieden in den von gewalttätigen Ausschreitungen betroffen Gebieten wiederherzustellen. Der König hoffe, dass die gemeinsamen Werte des gegenseitigen Respekts und Verständnisses die Nation weiterhin vereinten.
Diese Nachricht wurde am 10.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.