
Die 57-Jährige hatte erstmals seit Monaten ihr Versteck verlassen, um sich an den von ihr aufgerufenen Protesten gegen die Regierung von Präsident Maduro in der Hauptstadt Caracas zu beteiligen. Vor Anhängern hielt sie eine kurze Rede. Nach dem Verlassen der Demonstration hätten Sicherheitskräfte der Regierung auf Machados Motorrad-Konvoi geschossen und sie anschließend entführt, teilte die Wahlkampf-Plattform der Opposition mit. Im Anschluss an eine Befragung sei sie wieder freigelassen worden.
Aus Sicherheitsgründen war Machado nach der Präsidentenwahl im Juli nicht mehr öffentlich aufgetreten. Damals hatte der Oppositionskandidat González den Sieg für sich reklamiert. Die USA und mehrere Länder Lateinamerikas erkennen ihn als Wahlsieger an. Offiziell wurde jedoch der seit fast zwölf Jahren regierende Staatschef Maduro zum Wahlsieger erklärt.
Der Oppositionspolitiker González war Anfang September nach Spanien ausgereist und hatte dort politisches Asyl beantragt. Erst kürzlich hatte er angekündigt, er wolle in seine Heimat zurückkehren und sich ebenfalls vereidigen lassen. Allerdings liegt in Venezuela ein Haftbefehl gegen ihn vor.
Diese Nachricht wurde am 09.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.