
Betroffen waren unter anderem die Regionen Cherson und Dnipropetrowsk sowie die Großstadt Charkiw. Allein dort sprach der Gouverneur von sieben russischen Angriffen.
Verletzung des Luftraums benachbarter Staaten?
Der private Energiekonzern DTEK meldete Schäden an seinen Kraftwerken. Der staatliche Stromnetzbetreiber Ukrenergo ergriff Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu begrenzen.
Nach Angaben des ukrainischen Außenministers Sybiga verletzte eine der russischen Raketen die Lufträume Rumäniens und Moldaus. Das rumänische Verteidigungsministerium hingegen dementierte, dass das Land von einer russischen Rakete überquert worden sei.
Präsident Selenskyj: Angriff "unmenschlich"
Der ukrainische Präsident Selenskyj sprach von "mehr als 70 Raketen, darunter ballistische Raketen, und mehr als hundert Drohnen". Er bezeichnete den Angriff am Weihnachtstag als "unmenschlich".
In der Ukraine wird heute Weihnachten gefeiert. Der offizielle Feiertag wurde vom 7. Januar auf den 25. Dezember verlegt, um sich stärker von Russland abzugrenzen und die Westbindung zu verdeutlichen. Die russisch-orthodoxe Kirche feiert Weihnachten nach dem julianischen Kalender am 7. Januar.
In seiner Weihnachtsansprache erinnerte der ukrainische Präsident Selenskyj an die getöteten Soldaten seines Landes. Man gedenke all derer, die ihr Leben gegeben hätten, um die Ukraine zu verteidigen, sagte Selenskyj. Er erwähnte auch die Soldaten in russischer Gefangenschaft.
Diese Nachricht wurde am 25.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.