Gescheiterte Pkw-Maut
Landgericht Berlin lässt Anklage wegen Falschaussage gegen Ex-Verkehrsminister Scheuer zu

Der ehemalige Bundesverkehrsminister Scheuer muss sich im Zusammenhang mit der gescheiterten Pkw-Maut vor Gericht verantworten.

    Porträt von Andreas Scheuer (CSU). Er war von 2018 bis 2021 Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.
    Andreas Scheuer (Archivbild) (picture alliance / dpa / Philipp von Ditfurth)
    Das Landgericht Berlin ließ eine entsprechende Anklage zu. Die Staatsanwaltschaft wirft dem CSU-Politiker eine sogenannte "bewusste Falschaussage" im Untersuchungsausschuss des Bundestags vor. Scheuer weist dies zurück. Mitangeklagt ist der frühere Staatssekretär Schulz.
    Die Pkw-Maut war im Juni 2019 vom Europäischen Gerichtshof gestoppt worden, wegen der Ungleichbehandlung deutscher und ausländischer Autofahrer. Der deutsche Staat musste 243 Millionen Euro Schadenersatz an die vorgesehenen Betreiber zahlen. Ein Untersuchungsausschuss befasste sich mit möglichen Fehlern Scheuers. In der Kritik stand vor allem, dass dieser Betreiberverträge zur Pkw-Maut schon Ende 2018 abschloss, noch bevor endgültige Rechtssicherheit beim EuGH bestand.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.