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StartseiteMusikszeneHorizonte07.09.2015

Landschaft als kompositorisches ThemaHorizonte

Jeder weiß, was eine Landschaft ist. Aus der Perspektive der Wissenschaften jedoch kann der Begriff sehr Verschiedenes bedeuten. Auch die Kunst nimmt Landschaft häufig zum Thema und interpretiert sie auf unterschiedliche Weise. In der Musik schließlich versinnbildlichen Tonmalereien atmosphärische Stimmungen.

Von Hanno Ehrler

Eine Straße zieht sich bei Roswell durch die Landschaft von New Mexico (Picture Alliance / dpa / Florian Breier)
Musikalische Inspirationsquellen: Wüsten (Picture Alliance / dpa / Florian Breier)

Beethovens Symphonie Nr. 6 und Smetanas 'Moldau' lassen romantische Vorstellungen von Landschaft assoziieren. Später kommen andere, naturalistischere Sichtweisen dazu. Gustav Mahler entwirft in seiner Symphonie Nr. 1 ein Landschaftsbild, das ganz realistisch Klänge der Natur wiedergibt. Luc Ferrari montiert Tonaufnahmen aus dem Südosten der USA zu einem Werk, das die Weite der amerikanischen Wüstenwelten spüren lässt. Auf ähnliche Weise widmet sich ein ganzes Genre der Neuen Musik, die sogenannten Soundscapes, der akustischen Abbildung von Landschaften. Dann dienen Vorstellungen verschiedener Landschaften als Analogie für die Erforschung musikalischer Felder und ihrer Tonbeziehungen. Zahlreiche Vertonungen alter Mythen schließlich spielen auch auf die dazugehörigen Landschaftsräume an.

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