
Das Blatt wirft ihm vor, mehrfach Meinungsartikel mit Künstlicher Intelligenz verfasst zu haben. KI sei für die Redaktion zwar ein Werkzeug, um einzelne Arbeitsschritte zu vereinfachen oder zu verbessern, hieß es in einer Mitteilung. Sie sei aber definitiv kein Mittel, das den Kern der Arbeit übernehmen dürfe. Casdorff wird mit der Bitte um Entschuldigung zitiert. Er habe einen "Riesenfehler" gemacht und dem Haus sowie ihm selbst geschadet.
Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Döpfner, indes verteidigte den KI-Gebrauch für das Verfassen politischer Texte. Seit Jahrzehnten würden Texte von sogenannten Ghostwritern, Referenten und PR-Beratern entworfen, glattgeschliffen und mundgerecht serviert, argumentierte er in einem Meinungsbeitrag für seine Zeitung "Die Welt". Hintergrund hier ist die Löschung eines Gastbeitrags des thüringischen Ministerpräsidenten, Voigt, in der FAZ.
Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
