Freitag, 12. August 2022

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Langsam, aber gewaltig

"Nur weil du ein "braves Mädchen" bist, wirst du keine gerechte Chancen bekommen". So krass beschreibt Shere Hite in ihrem Buch "Sex & Business - Männer und Frauen bei der Arbeit" die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Der Report stellt Fragen wie: "Sind Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt?" "Gibt es gleiche Aufstiegschancen für Männer und Frauen?" und "Haben es die Frauen geschafft, sich bis in die Vorstandsetagen der multinationalen Unternehmen vorzukämpfen?" Die erste Frage beantwortet sie mit einem eindeutigen "Ja" - Frauen sind benachteiligt. Die beiden anderen mit "Nein" - keine gleichen Chancen und viel zu wenig Frauen in den Führungsetagen der großen Weltfirmen.

Helle Jeppesen | 04.03.2001

    In den hundert größten, börsennotierten, Unternehmen in Deutschland gibt es keine einzige Frau im Vorstand. Die Gehälter von Männern und Frauen in Deutschland sind auch im Jahr 2001 noch sehr unterschiedlich. Feiertagsreden zum Internationalen Frauentag am 8. März und schönen Absichtserklärungen zum Trotz - es ist wenig passiert in den vergangenen zwanzig Jahren.

    Hite: "Die letzten zwanzig Jahre hat man versucht den Frauen zu erzählen, dass eine andere Frisur oder andere Kleidung für die Beförderung im Beruf wichtig sei. Ich denke aber, dass wir als Frauen jetzt auch bemerkt haben, dass Karriere nun nichts mit Kleidung zu tun hat. Egal was wir anziehen bleiben wir Frauen. Und das sollte eigentlich gut sein und nicht negativ wie bisher."

    In ihrem fünften Hite-Report hat die gebürtige Amerikanerin, die mittlerweile einen deutschen Pass besitzt, Vorstands- und Aufsichtsrats-Vorsitzende von weltweit erfolgreichen Firmen befragt, um die Gleichstellung im Beruf näher zu untersuchen. Das Thema ist aktuell auch für die Wirtschaft: Die Unternehmen haben Schwierigkeiten qualifiziertes Personal zu finden. Es liegt also nahe, die vorhandenen Ressourcen zu nutzen.

    42 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland sind mittlerweile Frauen - über die Hälfte aller Abiturienten sind weiblich, und an den Unis stellen Frauen mehr als die Hälfte der Studienanfänger. Später, wenn es um Karriere und Gehalt geht, sieht es ganz anders aus. Noch heute sind in Deutschland Frauen dreimal so lange wie Männer mit Haushalt und Kindern beschäftigt - so die Zeitbudget-Erhebung des Statistischen Bundesamts. Auch heute noch gelten Mütter, die einen Beruf ausüben, in Deutschland als Rabenmütter, Ganztags-Kindergärten und -Schulen werden oft als ungeeignet, weil verantwortungslos betrachtet. Bundesfamilienministerin Christine Bergmann gibt zu, dass die alten Bundesländer praktisch den Status eines Entwicklungslandes haben, wenn es um eine Ganztagsbetreuung für Kinder geht. Aber bis auf die Feststellung, dass dies eine Aufgabe ist, die Bund, Länder und Kommunen gemeinsam zu bewältigen haben, ist wenig Hilfe für berufstätige Mütter in Sicht. Nach der Geburt eines Kindes bleiben fast immer die Mütter zu Hause, weniger als zwei Prozent der Väter nehmen die Möglichkeit zum Erziehungsurlaub wahr. Obwohl die Bundesregierung ab dem ersten Januar 2001 das Bundeserziehungsgeldgesetz änderte, bleibt es zweifelhaft, ob diese Regelung tatsächlich auch mehr Väter zur "Elternzeit", wie es genannt wird, animiert. Die neue Regelung wird kaum an dem allgemeinen Vorurteil rütteln, dass Frauen schlechtere Angestellte sind, weil sie eh für Jahre ausfallen, wenn sie Kinder haben wollen:

    Hite: "Es wird immer gesagt, dass Frauen ja zum Kinderkriegen ausfallen, als ob Frauen ihr Leben lang Frauen um die dreißig mit Kinderwunsch blieben. Das stimmt einfach nicht. Und wenn man die Fehlstunden von Männern und Frauen über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren vergleicht, dann sieht man, dass Frauen weniger fehlen als Männer. Frauen sind also kostengünstigere Angestellte als Männer."

    Kostengünstig sind Frauen auch, weil sie sich mit weniger Gehalt abfinden als ihre männlichen Kollegen. Trotz gleicher Qualifikation, Arbeitszeit und Leistung werden Frauen heute noch schlechter bezahlt als Männer. Besonders deutlich wird der Unterschied in der Marketingbranche: Über 20 Prozent der Männer verdienen laut einer Erhebung mehr als 200.000 DM im Jahr, unter den befragten Frauen erreichte keine einzige dieses Einkommen. Die Hälfte der befragten Frauen im Marketing-Bereich hatte ein Jahresgehalt von unter 100.000 DM - damit wollten sich aber nur 16 Prozent der Männer zufrieden geben. Von reeller Gleichberechtigung kann also noch lange nicht die Rede sein.

    Auch die Bundesregierung scheint sich der Sache ernsthaft annehmen zu wollen - mit einem Frauenförderungsprogramm, das Frauen mehr Chancengleichheit auch in der Privatwirtschaft sichern soll. Schon im November letzten Jahres kündigte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller an, dass eine gesetzliche Regelung unterwegs sei. Jedes Unternehmen muss demnach künftig die Situation der Frauen systematisch analysieren. Auf dieser Grundlage sollen Betriebsrat und Geschäftsleitung dann einen Frauenförderplan entwickeln und dessen Einführung überwachen. Die Ausfüllung des Rahmens solle "weitestgehend auf freiwilliger Basis" erfolgen, versicherte der Bundeswirtschaftsminister. Die Reaktionen in der deutschen Wirtschaft waren vorherzusehen: "Falscher Weg", "überflüssig" und "zu viel Bürokratie" waren die Worte der deutschen Arbeitgeberverbände. Aber auch bei den Funktionären der Arbeitnehmerseite hält sich die Begeisterung in Grenzen.

    "Ich denke, wir hatten bis jetzt keine Quote nötig, das heißt nicht, dass wir keine Frauen in den Gremien haben. Wir haben hier eine aktive Frauenförderung, die einiges vorantreibt. Nicht so schnell wie wir uns das alle wünschen, aber wir sind auf einem guten Weg. Von Quoten selber - ich persönlich halte nicht so viel davon, weil ich glaube einfach, es gibt derzeit so eine Menge qualifizierter Frauen, die haben keine Quote nötig." ...schmeichelt Klaus Volkert, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates beim Volkswagen Konzern , obwohl auch er zugeben muss, dass noch nicht alles so ist, wie es sein sollte.

    Klaus Volkert: "Sie sind nicht entsprechend stark vertreten, aber sie sind auf einem guten Weg, entsprechend stark vertreten zu sein. Wenn ich mir das Management angucke, ich denke auch im Betriebsrat könnte die eine oder andere Kollegin mehr sein - das zieht sich durch alle Ebenen, da ist es noch längst nicht so, wie es sein sollte."

    Bei VW gibt es keine einzige Frau im Konzern-Vorstand. Insgesamt macht der Anteil der Frauen in den Führungsetagen der deutschen Großunternehmen weniger als fünf Prozent aus - in mittelständischen Unternehmen sind es 8,7 Prozent. Nicht gerade viel. Auch im europäischen Vergleich steht Deutschland schlecht da: In der Schweiz sind knapp 30 Prozent der Management-Positionen mit Frauen besetzt, in Großbritannien mehr als 30 Prozent und in den Vereinigten Staaten sogar mehr als 40 Prozent. Frauen mit Karriere-Wünschen haben in Spanien oder in der Schweiz eher eine Chance als in Deutschland:

    "Ich glaube, dass der Vormarsch der Frauen nicht mehr aufzuhalten ist," betont Juan Villalonga, Vorstandschef von Telefonica in Madrid im Interview mit Shere Hite, das in dem Buch "Sex & Business" zitiert wird. Und warum? Weil auch die Unternehmen die Frauen brauchen, und zwar auch als Führungspersönlichkeiten, meint Jean-Jacques Gauer, Präsident der Leading Hotels of the World, Lausanne, Schweiz.

    Jean-Jaques Gauer: "Frauen haben in dieser Beziehung einfach andere Antennen. In Zukunft wird die Geschäftswelt ohnehin stärker in den Händen von Frauen liegen. Die Frage, ob Mann oder Frau, wird dann auch kein Thema mehr sein, dann werden nur noch Ausbildung und Einstellung zählen."

    Auch die Bundesregierung sieht Ausbildung als Chance für Frauen - aber sie müssen auch die richtige Ausbildung wählen, meint Familienministerin Christine Bergmann. Die meisten Frauen konzentrieren sich nach wie vor auf typische Frauenberufe oder zunehmend unsichere Arbeitsfelder. Mit einem Frauenförderprogramm "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhundert" möchte die Regierung den Frauenanteil an IT-Berufsausbildungen und an den Informatikstudiengängen bis zum Jahr 2005 auf 40 Prozent steigern. Heute haben Frauen unter den Auszubildenden in den neuen Informationstechnologie-Berufen nur einen Anteil von 13,6 Prozent. Die Kommunikations- und Informationstechnologie ist unumstritten die Branche mit den höchsten Wachstumsraten und nichts deutet darauf hin, dass sich dies ändern wird. Allein in den vergangenen drei Jahren sind in der Informationswirtschaft ungefähr 100.000 neue Arbeitsplätze entstanden, und es gibt keinen Grund, dass Frauen Angst vor diesen Berufen haben sollten, meint die Systemingenieurin Anja Wahrig:

    Anja Wahrig: "Geht ran an den Speck, Mädchen, holt Euch euren Teil. Es wird so ein Nimbus aufgebaut.... technische Fächer....Frauen trauen sich nicht. Was ist daran so schwer? Ich habe einen Bleistift, ein Blatt Papier, eine PC-Tastatur. Das ist nicht gefährlich, nicht schmutzig. Jeder durchschnittlich begabte Mann kriegt das hin....(Gelächter)."

    Anja Wahrig arbeitet mit in der Bundesinitiative "Deutschland 21 - Aufbruch in das Informationszeitalter". Sie tritt als Botschafterin der Branche in Schulen auf und versucht Mädchen für den Einstieg in die Zukunftstechnologien zu gewinnen. Ob allerdings dieser Einstieg längerfristig die Frauenquote auch in den Führungsetagen der Unternehmen fördern wird, bleibt abzuwarten. Das größte Hindernis auf dem Weg nach oben seien Vorurteile, sagten die befragten Frauen in der Studie ""Männer und Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft", die an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg erstellt wurde. Karriere-Frauen werden oft als machtgierige Monster hingestellt, kein Wunder also, dass Männer vor ihnen Angst haben:

    Shere Hite: "Jetzt, wo viele Frauen auf wundersame Weise doch noch ins mittlere Management vorgedrungen sind, sehen sich die Männer gezwungen, einen neuen Weg zu finden, mit Frauen umzugehen. Sie müssen mit den Frauen arbeiten, nicht mit Frauen als Sekretärinnen, das ist ja oft eine zweite Version der Ehefrau, sondern mit Frauen als gleichberechtigte Kollegen. Sie müssen alles neu überdenken, da diese Situation nicht dem traditionellen Rollenmuster entspricht. Das heißt aber auch, dass es eine Chance bietet, ein neues Rollenmuster zu schaffen. Wenn es uns gelingt, Männer und Frauen dazu zu bringen, dass sie neue, langfristige nicht-sexuelle Freundschaften aufbauen, wird sich vieles ändern. Und diese neuen Rollen werden auch Modelle für den Rest der Gesellschaft sein."

    Andere Rollen-Modelle wären auch im privaten Bereich nötig. Laut einer Studie des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen sind von Männern in Top-Positionen nur vier Prozent allein stehend, von den Frauen hingegen 34 Prozent. So ist der weibliche Preis für die Karriere noch immer höher, denn er bedeutet oftmals Verzicht auf Familie und Partnerschaft. Auch gibt es bei Frauen in Führungspositionen nur ausnahmsweise einen Mann im Hintergrund, der der Chefin den Rücken zu Hause freihält: Nur zwei Prozent der deutschen Managerinnen sind mit einem nicht berufstätigen Hausmann verheiratet.

    Das Aufräumen mit alten Vorstellungen, Ideen und Umgangsformen ist allerdings nicht einfach. Auch die 20 Vorstandsmitglieder in den 100 international erfolgreichsten Unternehmen, die Shere Hite für Sex & Business interviewt hat, bestätigen, dass die Veränderungen nicht von alleine kommen werden. Auch wenn die meisten der befragten Manager durchweg sagen, dass Frauen oft bessere Studienabschlüsse, bessere Qualifikationen und eine bessere Arbeitsmoral haben als Männer und deswegen auch in den Firmen angestellt werden, dann sieht die Sache doch erheblich anders aus, wenn es um die Top-Positionen geht. In Deutschland wurde der Chef der Bertelsmann-Stiftung, der 18 Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG war, Dr. Mark Wössner, interviewt - in Irland der Vorstandschef der Rothschild Assurance, Mike Wilson. Deutschland und Irland bilden hiernach die Schlusslichter in Europa, wenn man die Aufgeschlossenheit gegenüber Karrierechancen für Frauen vergleicht.

    "Frauen haben ein Recht auf Bildung und auf die freie Entscheidung, wen sie heiraten wollen, aber dann sollten sie wieder zu ihrer Rolle in der Familie zurückkehren und zusätzlich zu ihrer Arbeit eine Familie gründen. Sonst werden wir eines Tages feststellen, dass wir den Zusammenbruch unserer Zivilisation heraufbeschworen haben" , so Mark Wössner von Bertelsmann. Allerdings muss auch er zugeben, dass Frauen Qualifikationen haben, die Männer nicht bieten können. So wird aus dem Interview mit ihm zitiert:

    Mark Wössner: "So bewundere ich beispielsweise oft Frauen in Flugzeugen, die sich mit kleinen Kinder herumplagen und gleichzeitig einen schwierigen Ehemann bei Laune halten. Einen Haushalt zu organisieren und mit einem komplizierten Mann umzugehen, beweist große Intelligenz! Wirtschaftsunternehmen sollten vielleicht diese Mütter mit großer Erfahrung einstellen."

    Allerdings werden diese Mütter bei Bertelsmann nicht in den Vorstand gehoben. Dort sind keine Frauen vertreten, und auf der zweiten Führungsebene gibt es unter den fünfundvierzig Mitgliedern gerade 'mal eine Frau.

    Shere Hite hat in ihrem Buch "Sex and Business" noch einen Grund gefunden, weshalb Frauen es schwieriger haben bis in die Führungsetage vorzudrängen. Die Chefs haben Angst - nicht nur vor den Frauen, sondern auch vor ihren männlichen Mitstreitern. Was werden sie denn sagen, wenn ich eine Frau jetzt in den Vorstand hole, fragen sich viele Konzernchefs.

    Shere Hite: "Ich sprach mit vielen Vorstandsvorsitzenden in den Unternehmen, und einer erzählte mir, wie ich es auch im Buch schildere, dass sie bei Alcatel fünf andere Vorstandsmitglieder hatten, alle Männer. Er, der Vorsitzende, schlug vor, eine Frau in den Vorstand zu nehmen und die anderen fragten ihn: Warum? Gibt es da eine Freundin, die untergebracht werden muss. Er war schockiert, sagte er."

    Weder ging es dem damaligen Konzernchef um eine bestimmte Frau, noch hatte er mit den Reaktionen der anderen Vorstandsmitglieder gerechnet oder der Mitarbeiter.

    Shere Hite: "Er dachte lange darüber nach und beschloss dann einen Headhunter zu beauftragen, die perfekte Kandidatin zu finden. Er sagte, ich will vorher nicht wissen wer es ist, ich möchte sie auch nicht vor dem Vorstellungsgespräch treffen. Ich werde einfach da sein, mit den anderen Vorstandsmitglieder, wenn sie ihre Präsentation macht, und dann werden wir sie entweder nehmen oder nicht. Sie kam und war so überqualifiziert, dass es keine Gründe gab, sie nicht in den Vorstand zu nehmen, Heute ist sie immer noch da, er ist mittlerweile zu einem anderen Konzern gewechselt, aber er hat erzählt, dass es fünf Jahre lang Gerüchte gab, dass die beiden ein sexuelles Verhältnis miteinander hatten."

    ....zitiert Shere Hite in ihrem Buch den früheren Konzernchef von Alcatel, Lorenz Fritz, der heute Generalsekretär der Vereinigung der österreichischen Industrie ist.

    Aber nicht nur Männer müssen umdenken, auch Frauen müssen ihre Rolle neu definieren, sagt Shere Hite. Frauen müssen vor allem lernen, andere Frauen auf dem Arbeitsplatz nicht als Konkurrentinnen zu sehen, sondern als Kolleginnen und, wenn nötig, Komplizinnen.

    Shere Hite: "Wieso fühlen sich Männer wohler in Männergruppen, als Frauen sich in Frauengruppen fühlen? Eine Erklärung, die den meisten Hörern und Hörerinnen bekannt sein dürfte, ist, wie es Groucho Marx 'mal sagte: "Ich würde nie einer Gruppe beitreten, die mich als Mitglied akzeptieren würde." Frauen gehen nicht in Frauengruppen 'rein, weil es kaum Vorteile bringt, wogegen ein Mann in einer Männergruppe sofort eine gewissen Status erreicht. "Oh, Sie sind da Mitglied, das ist ein Plus."

    Nach der Vision der Feministin Shere Hite brauchen wir neue Formen des Zusammenlebens. Die Frauen müssen ihre Umgangsformen mit anderen Frauen überdenken, mehr zusammenarbeiten und sich in Netzwerken zusammenschließen, wie es Männer jahrhundertelang gemacht haben. Sie müssen mehr Selbstvertrauen entwickeln, um nicht in die Falle zu tappen Frauen einfach per Definition einen niedrigeren Status zu geben als Männern. Männer müssen ihre ganze Identität neu überdenken und einen neuen Umgang mit Frauen lernen, um selbst in der post-industriellen Gesellschaft zu überleben. Shere Hite sieht den Umbruch als Chance sowohl für Männer als auch für Frauen:

    Shere Hite: "Ich glaube, dass wir jetzt die Chance haben wirklich etwas zu ändern. Der Schlüssel dazu ist, dass Männer ihre grundlegende Identität definieren. Sie brauchen nur mehr Informationen als bisher, um es zu schaffen."

    Und welchen Sinn hätte das Ganze? Darauf weiß Rudolph Giuliani, Bürgermeister in New York und oberster Dienstherr von über 200.000 Beschäftigten, eine Antwort:

    Rudolph Giuliani: "Frauen aus dem Berufsleben auszuschließen hieße, uns als Gesellschaft zu verstümmeln und uns der Hälfte unseres Potenzials zu berauben. Warum sollten wir das tun?"

    Link: Hintergrund Wirtschaft zum Hören