Uganda
Langzeitherrscher Museveni tritt bei Präsidentschaftswahl erneut an - UNO kritisiert Internetsperre und Unterdrückung der Opposition

In Uganda finden heute Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt.

    Soldaten des ugandischen Militärs stehen und sitzen am Straßenrand in Kampala. Auch zu sehen sind Wahlplakate von Präsident Museveni.
    Vor den Wahlen in Uganda bezog das Militär in der Hauptstadt Kampala Stellung. (AFP / -)
    Der seit 40 Jahren regierende Langzeitherrscher Museveni will sich für eine weitere Amtszeit bestätigen lassen. Neben dem 81-Jährigen treten sieben weitere Kandidaten an, denen nur geringe Chancen eingeräumt werden. Sein prominentester Herausforderer ist der in die Politik gewechselte frühere Popstar Bobi Wine.
    Die Opposition in Uganda wird durch die von Museveni kontrollierten Sicherheitsorgane massiv behindert und eingeschüchtert. Zahlreiche Aktivisten sitzen in Haft, mehrere Nichtregierungsorganisationen mussten ihre Arbeit einstellen. Gestern verhängten die Behörden eine landesweite Internetsperre. Das Menschenrechtskommissariat der UNO kritisierte die Beschränkungen und teilte mit, der offene Zugang zu Informationen sei der Schlüssel zu freien Wahlen.
    Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.