
Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, bislang hätten die Mitgliedsstaaten unterschiedlich auf die Anfrage von US-Präsident Trump nach einer europäischen Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus reagiert. Dies müsse beim heute beginnenden EU-Gipfel anders klingen. Die Europäer müssten mit einer Stimme sprechen und klarstellen, dass sie sich zwar beim Wiederaufbau in der Region beteiligen würden, nicht aber in diesen Krieg hineingezogen werden wollten.
Wie zuvor bereits Bundeskanzler Merz betonte auch Laschet, hier stelle sich nicht die Bündnisfrage der NATO, da kein Angriff auf deren Territorium erfolgt sei. Zudem gebe es bislang noch nicht einmal eine offizielle Anfrage aus Washington. Es sei unklar, ob Trump etwa nur auf eine Minensuchaktion der Partner abziele oder auf einen militärischen Eingriff.
Der CDU-Außenpolitiker warnte vor einer zunehmenden Bedrohung für die gesamte Weltwirtschaft durch den Krieg. Wenn dieser sich so weiterentwickle, gehe es nicht mehr nur um die Straße von Hormus, sondern um eine mögliche Zerstörung der gesamten Gas- und Ölinfrastruktur der Region.
Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten kommen am Vormittag zu dem Gipfel zusammen, um unter anderem über die Folgen des Iran-Kriegs zu beraten.
Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
