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StartseiteHintergrund"Lasst mich König bleiben"26.06.2008

"Lasst mich König bleiben"

Warten auf das neue Simbabwe - trotz Mugabe

Munjodzi ist 27 Jahre alt. Er gehört zu denen, die in Simbambwe Oppositionsführer Tsvangirai unterstützt haben. Bis die Schergen des Machthabers Robert Mugabe, der sich selbst "König" nennt, ihn mit einer Zange, an den Genitalien, folterten. Eine Reportage aus einem Land auf der Suche nach Wandel.

Von Klaus Stäcker

Eine Familie sitzt zwischen ihren Habseligkeiten nach der gewaltsamen Vertreibung aus einem Slum in Harare, Simbabwe (AP)
Eine Familie sitzt zwischen ihren Habseligkeiten nach der gewaltsamen Vertreibung aus einem Slum in Harare, Simbabwe (AP)
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Ein neues Simbabwe? Im Moment scheint es weiter entfernt denn je. Dabei schien die Opposition, die Bewegung für Demokratischen Wandel MDC dem Sieg so nah zu sein. Zu überzeugend waren die Argumente nicht unbedingt für die Opposition, auf jeden Fall aber gegen Präsident Robert Mugabe – der Hunger, die Arbeitslosigkeit, die Unterdrückung – und damit zwangsläufig für die Opposition. - Munjodzi zum Beispiel ist 27 Jahre alt, er war mal Studentenführer, aber das ist vorbei, seitdem die Mugabe-Schergen ihn die Zange genommen haben. Und Zange ist wörtlich zu nehmen. Es reichte dem Regime nicht, ihn von der Technischen Hochschule zu verbannen, ihm den Abschluss zu verweigern, Munjodzi ein Aufenthaltsverbot in seiner Heimatprovinz zu erteilen, damit er nicht mal mehr seine Familie sehen konnte. Nein, er musste auch verhaftet und gefoltert werden – mit der berüchtigten Zange, in die die Genitalien eingeklemmt werden.

"Heute machen wir Witze darüber, wenn wir uns treffen, um uns aufzumuntern. Witze, um die Ernsthaftigkeit dieser Folter zu überspielen. Gerade gestern habe ich mich mit dem Generalsekretär der Gewerkschaft über die Zangen lustig gemacht, mit denen sie dir an deine intimen Teile gehen. He Chef, sagte er, pass auf, dass sie dich nicht kriegen und heiße Suppe aus dir machen. Man macht sich lustig, um weitermachen zu können. Um sein Selbstwertgefühl zu heben und auf das Schlimmste gefasst zu sein."

Munjodzi lebt in Südafrika, aber fährt immer wieder nach Simbabwe, um den Widerstand zu organisieren. Jede Fahrt ist ein Wagnis, schon am Flughafen stehen die Schergen und warten. Man lässt sich abholen, damit es Zeugen gibt, am besten ist, wenn sie auch noch prominent sind und nicht so einfach verhaftet werden können.

"Manchmal hast du solche Angst, dass du keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst. Ich bin unsicher, wie ich einreisen soll. Mit dem Bus? Mit dem Flugzeug? Soll ich über Sambia einreisen oder über Botswana – ich meine, dass zeigt dir, dass ich Angst habe. Aber was bleibt dir übrig? Du musst weitermachen. Selbst wenn ich sage, ich ziehe mich aus der Politik zurück. Du stehst trotzdem auf der schwarzen Liste. Bist ein Staatsfeind. Egal, was du machst, sie sind hinter dir her."

Einen Tag, nachdem wir gesprochen haben, ist Munjodzi zurück gefahren, weil er wählen wollte, organisieren, mobilisieren. Nun ist alles vorbei und der junge Oppositionsanhänger sitzt in der Falle, wie alle die gefahren sind und sich nicht vorstellen konnten, dass sich die MDC in letzter Minute von den Wahlen zurückzieht.

"Wenn die Zeit für den Wandel gekommen ist, kann niemand ihn mehr stoppen. Niemand kann den Wandel aufhalten."

Aber Robert Mugabe, im hohen Alter von 84 Jahren, zog noch einmal alle Register - drohte seinen Herausforderern mit Krieg. Nannte sie wahlweise Diebe, Verräter, Agenten. Und entfachte eine wütende Rache- und Einschüchterungskampagne – die zumindest ein Ziel erreicht hat: Die Stichwahl abzusagen. Nur Gott könne ihn abberufen, lautete die jüngste seiner zynischen Einlassungen. Als Rechtfertigung dient ihm die Land-Revolution, wie er die gewaltsamen Landnahmen nennt. Erst wenn sie vollendet sei und alles Land in der Hand von Schwarzen, könne er sagen, es ist vollbracht.

"Ich habe kein anderes Land als Simbabwe, lasst mich König dieses Landes bleiben. König meiner Wälder und Löwen, König der Tiere, Flüsse und Berge. Lasst mich König bleiben."

Aber sein Land liegt nach 28 Jahren Mugabe-Regentschaft in Agonie. Sein Volk hungert, schon zum Jahreswechsel könnten nach UN-Schätzungen fünf Millionen Simbabwer auf Lebensmittelhilfe angewiesen sein. Ein Viertel der Bevölkerung ist ausgewandert oder vor der Gewalt geflohen. 80 Prozent aller Erwachsenen sind arbeitslos. Nur der Staatsapparat, die Mugabe-Maschine, kann noch Beschäftigung bieten. Aber der Lohn ernährt nicht einmal mehr die Staatsdiener, wie Innocent, wie ich ihn nennen will, der in der Stadt Kariba als Dienstaufseher arbeitet. Innocents Lohn würde an der Tankstelle noch für fünf Liter Benzin reichen. Fernab von seiner Familie hackt er Holz und fällt Bäume, um Geld dazu zu verdienen. Trotzdem reicht es nicht für seine beiden Kinder, 1 Jahr und 3 Jahre alt.

"Sie haben noch nie Brot gegessen, geschweige denn Tee getrunken. Nehmen wir Zucker, du bekommst ihn einfach nicht. Oder wenn, auf dem Schwarzmarkt und das ist extrem teuer. 4 Teelöffel Zucker kosten 50 Millionen, das kann ich mir nicht leisten. Wie lange hält das vor? Eine Tasse? Einen Tag - 50 Millionen das ist zu teuer."

Rosanna, auch sie will anonym bleiben, betreibt einen Zeltplatz. Früher musste sie Gäste abweisen, so beliebt war er. Heute kommt höchstens noch ein Rucksacktourist im Monat. Rosanna hält sich mit Fisch aus dem riesigen Kariba-See über Wasser. Sie hortet die wertlosen Milliarden zu Hause, Banken sind nutzlos und jede Minute könnte ja der Lebensmittellaster eintreffen. Er kommt unregelmäßig, aber selten öfter als einmal im Monat. Brot gibt es nicht in Kariba, und wenn, dann ist es das witzige Brot, wie sie es nennen:

"Weil es billiger ist besteht es jetzt zu 70 Prozent aus Maismehl. Man muss es sofort essen, am besten wenn es noch warm ist. Ein paar Stunden später kann man es nicht mehr schneiden und es zerbröselt zwischen den Fingern."

Der Lebensmittel-Großhändler der Region heißt "Frisch und knusprig". Statt Fleisch, Wurst und Molkereiprodukten verkauft er neuerdings Klopapier und Maschinenöl. Gewinne, sagt die Buchhalterin, die wir Linda nennen, sind nicht mehr möglich.

"Du machst jeden Tag Verlust. Also müssen wir Ersatzprodukte finden. Wir nehmen Toilettenpapier und Hundebrei. Maschinenöl - wir waren ein Lebensmittelhändler, aber wir müssen diversifizieren."

Am besten läuft noch Hundebrei. Linda hat sich noch nicht gefragt, ob wirklich nur Hunde davon leben. - Oder auch arme Hunde wie Staatsdiener Innocent, der seine Kinder nur noch mit Hilfe von Verwandten in Südafrika ernähren kann.

"Es ist schon so lange her, dass es Maismehl im Laden gab oder Zucker. Es gab Zeiten, da konnten wir wählen. Welchen Zucker wünschen Sie? Braunen oder weißen? Aber heute. Ich kann wirklich nicht sagen, dass es mir gut geht. Das wäre gelogen. Alles schreit nach einem Wechsel. Nach etwas, das besser ist als dieses Leben."

Bei 355.000 Prozent liegt die offizielle Inflationsrate. Selbst wenn man die Politik außen vor lassen wollte, ist das Überleben in Simbabwe zur Hölle geworden, ein kleines tägliches Wunder für jeden, der abends halbwegs satt ins Bett gehen kann. Westliche Journalisten dürfen darüber nicht berichten, also muss die ARD heimlich ins Land.

"Hier, auf dem Markt, kostet eine Zwiebel 50 Millionen Dollar, die Tomate 20 Millionen. Nur wer US-Dollar hat kann sie sich leisten. Im Supermarkt sind nur Weißkohl und Äpfel zu haben. Bei der Frage nach dem Kilopreis komme ich sofort ins Schleudern."

Nicht eine Million, nein eine Milliarde und 130 Millionen Dollar kosten die sechs Äpfel aus Südafrika. Von 20 Metern Regal stehen 15 Meter leer. Im Angebot: Klopapier, Bier, grobkörniges Salz, Milchpulver und Sahnetorten, die irgendwie nicht so richtig gefragt sind im Moment. Worauf sie hofft, frage ich Linda, die Lebensmittelhändlerin.

"Keine Ahnung, ich warte einfach ab. Wie alle anderen auch."

Seit dem ersten Wahlgang Ende März hat sich der Dollar-Kurs verfünfzig-facht. Eine Tomate mag inzwischen 500 Millionen kosten, vielleicht eine Milliarde, wenn man sie denn überhaupt bekommt. Dabei müsste Simbabwe keine Lebensmittelkrise haben, ist, nennen wir ihn Pieter, überzeugt.

"Afrika müsste nicht hungern. Der Kontinent hat die fruchtbarsten Böden, er könnte sich selbst ernähren. Vor den Farmenteignungen im Jahr 2000 hat Simbabwe 260 Millionen Tonnen Tabak im Jahr exportiert. Heute sind es 16 Millionen. Simbabwe hat Mais exportiert, Saatmais, Paprika – alles. Alles, was angebaut wurde, ging in den Export. Heute kann das Land seine eigenen Leute nicht mehr ernähren."

Pieter spricht mit Trauer und Bitterkeit über Simbabwe, das nicht mehr sein Simbabwe ist. Dabei könnte der Agrarsektor Simbabwe zum erfolgreichsten Land Afrikas machen, ist der Farmer Pieter überzeugt. Aber er kann nicht mehr helfen. Er ist enteignet worden.

"Wir haben zum Glück nicht auf der Farm gelebt, als sie kamen und alle Technik, alle Häuser genommen haben. Sie sagten einfach, ihr müsst gehen. Wir saßen im Büro am Computer – sie haben alles mitgenommen, sie haben uns keine Zeit gelassen."

Als Pieter gehen musste, produzierte die Farm Mais, Gemüse, Weizen, Tabak, Paprika – das meiste für den Export. Seine 200 Angestellten hatten feste Behausungen mit Strom und Wasser, jeder ein eigenes Stück Land. Nun wohnen 23 unerfahrene Neusiedler auf dem Land und was bauen sie an?

"Absolut nichts. Es ist sogar so, dass einmal im Monat Laster vom Roten Kreuz auf unsere Farm kommen und Decken, Lebensmittel und Medikamente bringen. Eine Farm, die mal hochproduktiv war, als sie von den Siedlern übernommen wurde."

Was Pieter so verbittert ist, dass die Landenteignung nichts mit den Bedürfnissen der Landlosen zu tun hat. Er spricht Shona und die Besetzer erzählten ihm, dass sie aus ihren Heimatdörfern vertrieben wurden. Sie wurden auf Armee-LKW gezwungen und auf die Farmen gebracht. – Dabei hat Pieter seine Farm regulär gekauft. Von der Regierung mit einem offiziellen Zertifikat ausgestattet, dass sie kein Interesse an dem Land hat. Aber nun ist es weg, und Pieter ist kein Penny geblieben.

"Wir haben sehr früh begriffen, dass Mugabe die Landfrage benutzt, um die Menschen auf seiner Seite zu halten. Was ist ihm denn noch geblieben, das er den Menschen versprechen kann? Land ist das einzige. Und als er damit anfing und sie immer noch unzufrieden mit ihm waren, da muss er sich gesagt haben, okay, Geld kann ich ihnen nicht anbieten, also sollen sie sich das Eigentum der Weißen aneignen. Das wird sie für eine Weile glücklich machen."

Genüsslich zeigt das staatliche Fernsehen Simbabwes, wie die so genannten Kriegsveteranen nach dem ersten Wahlgang wieder begannen, weiße Farmen zu besetzen.

"Das ist jetzt alles besetzt, das gehört jetzt alles uns!

Die ganze Farm?

Ja"

Es sind höchstens noch 300 weiße Farmen übrig, von einst 5000. Viele sitzen wie Pieter und sein Geschäftspartner, nennen wir ihn Andries, in den Nachbarländern wie Mosambik, Südafrika, oder eben Sambia. Pieter und Andries haben vor drei Jahren am Sambesi unkultiviertes Land gepachtet, drei Jahre haben die beiden im Zelt geschlafen, bis das Buschland gerodet war. Bis genug Maschinen da waren, bis die Bewässerung stand, das Bürogebäude, bis die erste Saat aufging. Erst jetzt, nach drei Jahren, bauen sie sich eine feste Unterkunft. Gekocht wird immer noch im Freien. Die Frauen der Beiden konnten nicht mehr, wollten nicht mehr. Sie sind geschieden. Hier sitzen sie also zwei geschiedene, gescheiterte, mittellose, enteignete Farmer – am Feuer in Sambia und fangen bei Null an. - Andries Vorfahren sind Hugenotten, aus Frankreich geflohen im 17. Jahrhundert. Sieben Generationen Afrika. Eine florierende Großfarm. Leben im Wohlstand. Und nun mittellos. Vor allem aber heimatlos.

"An einem Morgen auf die Farm zu kommen, an der Straßenblockade abgewiesen zu werden. Gesagt zu bekommen, dass man nicht durch darf, es ist vorbei, die Farm beschlagnahmt. Im Hintergrund die Armeelaster beim Ausräumen und Leute aufladen. Und immer noch hoffst du, dass alles nicht wahr ist. Jemand kommt und sagt, es war ein Fehler. Es ist die Hölle, morgens aufzuwachen und zu erkennen: Es kommt kein glorreicher weißer Ritter, um einen zu retten. Es interessiert niemanden."

In Simbabwe baute seine Familie die zweitgrößte Gemüsefarm des Landes auf. 5000 Angestellte. Eine Million Euro Umsatz im Monat. Drei von vier Managern waren schwarze Simbabwer. Ihr größter Teilhaber war ebenfalls schwarz. Neun Zehntel ihrer Farm haben sie dem Staat überlassen, kostenlos. Und doch wurden sie enteignet.

"Es tut weh. Und kommt immer wieder hoch. Es ist wie in alten Wunden bohren. Wir sind verwundet. Ich meine, ich bin Mitte 40 und sollte eigentlich langsam an meine Altersvorsorge denken. Aber ich fange gerade wieder bei Null an. Dort wo ich war, als ich meine Ausbildung beendet habe: vor 24 Jahren. Das ist verrückt."

Die beiden haben eineinhalb Millionen Dollar Schulden. Aber ihre Farm beginnt zu florieren. Pieter will nicht mehr zurück, obwohl er mit dem Herzen Simbabwer geblieben ist. Mit Morgan Tsvangirai, mit der Bewegung für Demokratischen Wandel MDC und dem Tauziehen um die jüngste Wahl verbindet er wenig Hoffnung.

"Nein. Nicht wirklich. So wie ich die Lage verstehe gibt es für uns Bauern keine Hoffnung mehr. Die einzige Hoffnung, die ich hatte, ist, dass die einfachen Menschen in Simbabwe ein besseres Leben bekommen könnten als unter Robert Mugabe. Wir Farmer werden wohl kaum eine Chance haben zurückzukehren, es ist viel zu unsicher."

Andries spielt noch mit dem Gedanken. Verbindet gewisse Hoffnungen mit der MDC. Fachleute wie er werden doch gebraucht werden, seine Expertise. Seine Farm zurückzubekommen, daran glaubt er schon längst nicht mehr. Allenfalls auf eine Entschädigung hofft er noch, sollte Morgan Tsvangirai, sollte die MDC jemals an die Macht kommen.

"Ich weiß nicht, ob Tsvangirai es jemals schaffen wird. Aber er kann nicht einfach sagen, hier habt ihr euer Land zurück. Das ist unmöglich. Er kann nur etwas Ordnung hineinbringen – und das wird ein sehr langwieriger Prozess."

Und der MDC, so hartnäckig ihre Anhänger auch sind, stehen harte Zeiten bevor. Immer wieder finden sich ungebildete, arbeitslose junge Leute, die der Mugabe-Propaganda Glauben schenken und dann wie entfesselt auf die vermeintlichen Feinde der Revolution losgehen. Denn das hören sie tagein tagaus im staatlichen Radio und Fernsehen. - Mugabes Wahlkampfmanager, Justizminister Patrick Chinamasa, wandte sich im Wahlkampf sogar an höhere Mächte:

"Gott verbiete, dass ich mir vorstellen muss, wie 300.000 Menschen, 100.000 Haushalte, die wir angesiedelt haben, rausgeschmissen werden, weil Tsvangirai die Wahl gewinnt..."

So etwas freilich ist dem Präsidentschaftskandidaten Morgan Tsvangirai nie über die Lippen gekommen. Er weiß um die Sensibilität der Landfrage. Rückgabe von besetztem Land?
Nein, das habe die MDC nicht vor.

"Unsere Politik sieht keine Rückkehr zu den Landverhältnissen von vor 2000 vor. Aber, wir müssen internationales Recht achten und Entschädigungen ins Auge fassen. Wir wollen die Landfrage ein für alle mal klären."

Zwar prangert Tsvangirai die Vertreibungen an, die Aneignung der weißen Farmen durch die politische Führungskaste. Andries Farm zum Beispiel hat das Mugabe-Regime dem Transportminister zugeschanzt. - Morgan Tsvangirai will die Produktivität des besetzten Landes zum entscheidenden Kriterium machen.

"Die Farmen müssen produktiv sein. Der Staat steht also in der Verantwortung, das Land den Bauern zu übergeben, die es beackern können. Simbabwe war der Brotkorb Afrikas, nun gehen wir am Bettelstab – warum? Weil das Land brach liegt."

Aber wird er es tatsächlich ändern können? In einer Übergangsregierung mit der ZANU-PF, einer Regierung der "Nationalen Heilung", wie er sie selbst vorgeschlagen hat? - Farmer Andries glaubt jedenfalls nicht an einen schnellen Wechsel. Mugabe, so ist Andries überzeugt, wird nicht gehen, weil er nicht gehen kann.

"Sehen wir doch den Realitäten ins Auge. Er kann es sich gar nicht leisten, abzutreten. Die Alternative wäre ein Abgang wie für viele andere afrikanische Führer – entweder an die Wand gestellt zu werden oder vor einem Menschenrechts-Gericht zu landen. Er ist entweder todgeweiht oder endet im Gefängnis. Deshalb ist seine Alternative zu kämpfen bis zum bitteren Ende. "

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