Montag, 17.12.2018
 
StartseiteHintergrundLatein als Amtssprache?30.07.2001

Latein als Amtssprache?

Die EU drückt sich um die Lösung ihres Sprachproblems

Die Belgier sprechen offiziell drei Sprachen: Französisch, Flämisch und Deutsch. Inoffiziell sind es aber noch viel mehr: Marokkanisch, Türkisch, Kongolesisch, auch "Brüsslerisch" und natürlich Englisch. Diese Erfahrung mit der Vielsprachigkeit will die belgische Regierung nutzen und während ihrer Amtszeit als EU-Ratspräsidentin das Sprachenproblem in der Europäischen Union lösen. Das hatte die finnische Regierung auch schon versucht – mit einem kuriosen Vorschlag, für den sich allerdings nur der Vatikan begeistern konnte: Latein als EU-Amtssprache.

Michael Fischer

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Die finnische Ratspräsidentschaft richtete im Internet eine Website ein, auf der ihr politisches Programm in Latein nachzulesen war. Außerdem sendet das finnische Radio einmal pro Tag lateinische Nachrichten. Eine neutrale Sprache könnte helfen, den ewigen Streit in der EU zu lösen, glaubt Mikael Carpelan von der finnischen EU-Vertretung in Brüssel:

Das wäre vielleicht eine sehr gute Lösung, weil die Sprachenproblematik sehr schwierig ist. Es gibt in der EU etwa 40 Sprachen. Nur elf davon benutzen wir zur Zeit als Amtssprachen. Nach der Erweiterung der EU könnten es aber 22 sein. Eine neutrale Sprache wie das Latein könnte da die vernünftigste Lösung darstellen.

So absurd die Idee klingen mag: Mit ihrer Initiative reagierten die Finnen auf den Protest Deutschlands. Die Bundesregierung hatte beklagt, das Deutsche werde im EU-Ministerrat gegenüber dem Französischen und Englischen benachteiligt. Denn diese beiden Sprachen dominieren das Alltagsgeschäft in der EU. Der Sprachenstreit führte schließlich dazu, dass die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel in Nizza zwar die EU-Erweiterung einhellig bekräftigen, aber die dafür dringend notwendige Regelung des Sprachenregimes unangetastet ließen. Zur Strafe wollten die Finnen Tony Blair, Gerhard Schröder und Jacques Chirac mit ihrem Latein-Projekt nachsitzen lassen. Doch dass die Staatsmänner auf ihre alten Tage wirklich noch einmal Latein pauken müssen, daran glaubt niemand so recht. Warum aber fällt es ihnen so schwer, sich in der Sprachenfrage zu einigen? Andreas Ross von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bei einem Round-Table-Gespräch im Europäischen Parlament zum Thema "Babel und seine Stärken":

Das liegt vordergründig natürlich daran, dass es eben nicht im Interesse der Mitgliedstaaten ist, das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung zu setzen. Denen ist zwar auch klar, dass es so wie bisher nicht weitergehen wird. Aber bis der Leidensdruck so hoch wird, dass man sofort eine Reform machen muss, werden alle Mitgliedstaaten versuchen, ihre Ausgangspositionen so weit wie möglich noch zu verbessern. Es geht ihnen dabei nicht nur um das symbolische Prestige ihrer Sprache, sondern auch um handfeste ökonomische Interessen, die ja mit dem symbolischen Prestige zusammenhängen.

Und das, obwohl der Dolmetscher- und Übersetzerdienst der EU - der größte der Welt - schon jetzt, bei "nur" 11 Amtssprachen, seine Aufgaben kaum bewältigen kann. Und nach der EU-Erweiterung auf 27 Staaten müssten die Übersetzer und Dolmetscher mit doppelt so vielen Sprachen umgehen. Das Chaos ist vorprogrammiert, warnt der Vize-Präsident des Europäischen Parlaments, Ingo Friedrichs:

Die Komplexität und der Wirrwarr, der dadurch entsteht, die babylonische Sprachverwirrung, die ist bisher noch nicht befriedigend gelöst.

Überdies kostet die ganze Übersetzerei schon heute ein Vermögen.

Nahezu ein Drittel der Beamten, die die EU hat von etwa 22.000, sind im Dolmetsch- und Übersetzungsdienst tätig. Natürlich ist dieser Übersetzungsdienst sehr, sehr teuer. Man kann es noch einmal in Zahlen greifen: Etwa vier Prozent des Gesamthaushaltes sind Kosten für Personal, und davon ein Drittel, das sind ganz rund gebaut 1,3 Milliarden DM, die uns dieser Dienst pro Jahr kostet.

Allerdings sind die EU-Institutionen von dem Problem unterschiedlich betroffen: Im Europäischen Parlament etwa müssen alle Debatten, Konferenzen und Abstimmungen, aber auch sämtliche Dokumente in alle elf Amtssprachenübersetzt werden. Das ist in den EU-Gründungsverträgen so vorgesehen. Von den Europa-Abgeordneten könne nicht verlangt werden, dass sie mehrere Sprachen beherrschen, so die Begründung. Das gilt auch für die in Brüssel tagenden Minister und Regierungschefs. Die Beamten und Funktionäre der EU-Institutionen hingegen sprechen auf ihren Sitzungen meist nur Englisch oder Französisch und manchmal auch Deutsch. Diese Treffen und die entsprechenden Arbeitspapiere müssen also nur in ein oder zwei Sprachen übersetzt werden. Robert Rowe vom Übersetzerdienst der EU-Kommission sieht das als große Erleichterung für die Dolmetscher und Übersetzer:

Es gibt zwei Kategorien von Linguisten in den EU-Institutionen – die Dolmetscher und die Übersetzer. Meistens sieht man nur die Dolmetscher in ihren Glaskabinen, aber im Hintergrund bereiten die Übersetzer all die schriftlichen Dokumente und Gesetzestexte vor. Im Jahr 2000 waren das 1.235.000 Seiten, die wir in die angeforderten Sprachen übersetzt haben.

Vor allem das Simultandolmetschen erfordert eine ungeheure Konzentration. Kaum verwunderlich, dass es immer wieder zu Pannen kommt, erzählt Ingo Friedrichs:

Ich habe eine Geschichte gehört von einem englischen Abgeordneten, der in Frankreich übersetzt worden ist auf Französisch. Und der verstand selber so viel Französisch, dass er merkte, dass die Übersetzerin ihn absolut falsch übersetzt hat. Und als er sich dann anschließend ohne großen Aufstand bei ihr persönlich beklagte, sie habe ihn wohl völlig falsch übersetzt, hat sie geantwortet: Aber Herr Abgeordneter, das hätten sie sagen müssen. Und damit war die Sache wieder erledigt.

Peinlicher war der Vorfall, den EU-Lobbyist Frank Schwalba-Hoth erlebte:

Eine Gruppe von Rollstuhlfahrern kam ins Parlament. Ich musste einen kleinen Vortrag halten. Das tat ich dann auch und sprach davon, dass man mich nicht an der Nase herum führen kann. Plötzlich bemerkte ich eine Unruhe und auch eine Feindlichkeit, das wurde ins Englische übersetzt. Dann merkte ich erst sehr viel später, woran das lag. Ich war übersetzt worden "Ich lass mich nicht mehr an der Nase herum führen" mit "You can’t pull my leg". "Du kannst mich nicht an den Beinen ziehen." Und das ist etwas deplaziert als Ausdruck gegenüber Rollstuhlfahrern.

Und wenn es bei den Parlamentsdebatten dann wirklich einmal lustig wird, bekommt es gar nicht jeder mit. Die Dänen lachen immer als letzte. Diese Weisheit aus dem Europäischen Parlament spielt nicht auf die vermeintliche Humorlosigkeit der Nordeuropäer an, sondern auf den komplizierten Übersetzungsablauf bei den Plenarsitzungen.

Lockert nämlich etwa ein griechischer Abgeordneter seine Rede mit einem Scherz auf, so wird sich sein Witz den Briten und Franzosen schnell erschließen - dank ihrer Simultanübersetzer. Der dänische Dolmetscher aber, des Griechischen nicht mächtig, muss auf eine der sogenannten Relay-Sprachen, zurückgreifen. Er hört zuerst die englische oder französische Übersetzung ab, um sie dann nach zu übersetzen. Seine dänischen Landsleute kann er also nur mit Verspätung zum Lachen bringen. Dieses umständliche Verfahren erschwert die Verständigung enorm.

Zeitverzögerung, Fehleranfälligkeit und der Umstand, daß der persönliche Stil des Redners verloren geht, sind mit dafür verantwortlich, daß Parlamentsdebatten in Straßburg und Brüssel schon jetzt oft zäh verlaufen. Aber ohne die Relay-Sprachen geht es nicht. Denn schon jetzt, bei 11 Amtssprachen, gibt es mehr als 100 verschiedene teils ausgefallene Sprachkombinationen wie Finnisch-Niederländisch, Flämisch-Italienisch oder Griechisch-Portugiesisch. Nach der EU-Erweiterung wird das Relay-System noch viel komplizierter, sagen Ian Anderson vom Dolmetscher- und Robert Rowe vom Übersetzerdienst der EU-Kommission. Denn dann gibt es bis zu 460 mögliche Sprachkombinationen. Und die sind unmöglich zu beherrschen:

Wir benutzen Relay, weil wir nicht genügend Dolmetscher haben. Es gibt zum Beispiel in der ganzen Welt keinen dänischen Dolmetscher, der Griechisch versteht. D.h. ohne Relay könnte man nicht vom Griechischen ins Dänische übersetzen. Mit der Erweiterung der EU wird das Problem noch gravierender, Übersetzer für die eher exotischen Sprachen zu finden. Ich glaube nicht, dass es zum Beispiel in Lettland viele Leute gibt, die ins Ungarische übersetzen können. Deswegen bilden wir unsere Übersetzer in den Sprachen aus, die alle anderen verstehen – das sind Englisch und Französisch.

Für das Europäische Parlament wird das allerdings nicht ausreichen, sagt Vizepräsident Ingo Friedrichs:

Man muss der Tatsache ins Auge sehen, dass wir nicht alle 21, 22 Sprachen dann gleich behandeln werden können. Wir werden niemand als Abgeordneten verwehren können, dass er sich in der eigenen Sprache ausdrückt. Man kann nicht sagen, es darf nur jemand gewählt werden, der zwei Fremdsprachen spricht. Das ist keine Volksvertretung dann mehr. Aber es wird auf Dauer nicht möglich sein, dass in alle Sprachen auch übersetzt wird. Es wäre natürlich schon eine große Erleichterung, wenn nur noch in fünf zum Beispiel große Sprachen, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, vielleicht dann auch Polnisch übersetzt werden würde.

Dann wäre es also noch erlaubt, in der eigenen Sprache zu sprechen, verstehen müssten die Abgeordneten aus Ländern wie Portugal oder Estland aber mindestens eine der fünf Hauptsprachen. Für den Direktor des Übersetzungsdienstes am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg, Gerhard Weber, brächte auch das keine Erleichterung. Seine Mitarbeiter, 230 ausgebildete Juristen, von denen jeder fünf bis sechs Sprachen beherrscht, übersetzen pro Jahr 330.000 Seiten komplizierter Texte in alle Amtssprachen. Sie gelten als schnellste und beste Übersetzertruppe der EU. Trotzdem sind sie mit 140.000 Seiten im Rückstand. Die Folge: verlängerte Verfahren und verspätete Urteilsverkündungen.

Die Vielsprachigkeit bringt aber auch juristische Ungereimtheiten mit sich, denn bisweilen erlauben verschiedene Sprachfassungen derselben Richtlinie unterschiedliche Rechtsinterpretationen. Europäisches Recht kann aber nur funktionieren, wenn ein Gesetz in gleicher Form in jeder Amtssprache vorliegt. An der Übersetzung der wichtigen juristischen Akten in alle nationalen Amtssprachen kommt man deshalb auch in Zukuft nicht vorbei. Dass dabei der Sprachencomputer der EU-Kommission helfen kann, hält Robert Rowe für unwahrscheinlich.

Wir haben ein maschinelles Übersetzungssystem, das aber nur 18 der 110 Sprachkombinationen beherrscht. Die Leute glauben immer, das sei eine Wundermaschine, die alle Probleme lösen werde. Doch obwohl wir jetzt schon seit 30 Jahren daran arbeiten, ist ihre Kapazität noch immer ziemlich begrenzt. Zwischen Sprachen der gleichen Sprachenfamilie wie Französisch und Spanisch, da funktioniert die Maschine ganz gut. Zwischen Deutsch und Französisch funktioniert sie schon weit weniger gut, weil die Sprachen unterschiedlich strukturiert sind und weil sie weniger intensiv gefüttert wurde. Die Maschine lernt nichts von alleine. Man muss sie füttern.

Die Reform der Sprachregelung in der Europäischen Union ist also unausweichlich. Schon allein wegen der bevorstehenden Umbauten: Die meisten Sitzungssäle in Brüssel und Strassburg sind mit 11 bis 15 Übersetzerkabinen ausgestattet. Kämen noch mehr Länder mit ihren Amtssprachen hinzu, müssten die gerade erst installierten Säle für teures Geld erneut umgebaut werden. Trotz alledem konnten die EU-Institutionen sich bislang zu keiner Reform durchringen, kritisiert Andreas Ross von der FAZ:

Die EU-Kommission bleibt brav im Rahmen ihres vorgegebenen Kompetenzbereichs und beschränkt sich auf die bildungspolitischen Maßnahmen, die fraglos für die Zukunft der ever closer Union auf unserem Kontinent entscheidend sein werden. Aber das institutionelle Sprachenproblem können sie nicht lösen. Wenn nicht die Kommission die Initiative ergreift und die Mitgliedstaaten um so weniger, bliebe des Europäische Parlament. Aber hier sind Vorstöße auf eine pragmatische Lösung des institutionellen Sprachenproblems kategorisch abgewiesen worden.

Wie aber dem Chaos entkommen? Könnte man nicht einfach beschließen, Englisch als EU-Amtssprache einzuführen. Der Vize-Präsident des Europäischen Parlaments, Ingo Friedrichs, ist da skeptisch:

Wenn man dem Englischen noch diesen zusätzlichen Pusch der offiziellen Beschlussfassung geben würde, dann gäbe es kein Halten mehr, weil ohnehin bei aller Präsenz der derzeitigen Sprachen bei aller Aktivierung der deutschen Sprachreserven ohnehin Englisch eine solche außerordentlich wichtige zentrale Stellung hat. D.h. der Siegeszug des Englischen läuft ohnehin. Und diesen Siegeszug durch offizielle Beschlussfassungen zu beschleunigen, würde im Klartext am Ende bedeuten, dass die anderen Sprachen völlig an Bedeutung verlieren würden. Und das wollen wir natürlich auch nicht, bei aller Effizienz und bei aller Sparsamkeit, die sicher notwendig ist.

Politisch wäre eine solche Lösung auch gar nicht durchzusetzen: Die deutsche Regierung wehrt ab. Aus ihrer Sicht würde das die rund 100 Millionen deutschen Muttersprachler und damit die größte Sprachengruppe in der EU diskriminieren. Die französische Regierung ist aufgebracht, weil das Englische die EU-Gründungssprache Französisch bereits auf den zweiten Rang abdrängt hat.

Länder wie Spanien und Italien wiederum lehnen den Vorschlag ab, weil damit das Machtgefälle zwischen Nord- und Südeuropa weiter ausgebaut würde. Schließlich melden sich auch noch einige der vielen europäischen Sprachgruppen zu Wort, die im eigenen Lande keinen offiziellen Status besitzen. Die Katalanen fordern beispielsweise, dass ihre Sprache, das Katalanisch, eine EU-Amtssprache wird. Doch das Konzept der institutionellen Vielsprachigkeit ist nie richtig verwirklicht worden, kritisiert Andreas Ross:

Das hat zwei Gründe: Es gibt nur wenige große Sprachen, die weit über die Grenzen ihrer Stammländer wirklich Attraktivität als Verkehrssprachen besitzen. Und insofern ist es auch nur natürlich, dass diese große Sprachen in den EU-Institutionen mehr benutzt werden als andere. Der zweite Grund, warum der integrale Multi-Lingualismus niemals integral war, ist, dass es eben nur die nationalen Amtssprachen, nicht aber die sogenannten Minderheitensprachen berücksichtigt, auch nicht die, die regional offiziellen Status genießen. Jetzt kommt die Erweiterung. Die Zahl der Amtssprachen würde sich, wenn das System bleibt, mehr als verdoppeln. Jeder Beitrittskandidat hat eine eigene Sprache. Nichtverstehen und Missverstehen werden sich so weiter ausbreiten.

Aber einlenken will keiner - schon gar nicht die größeren Nationalstaaten. Kein Wunder: Schließlich ist Sprache ein wichtiger Machtfaktor. Wer in seiner Muttersprache debattieren kann, ist dem Fremdsprachler in der Regel rhetorisch überlegen und weniger schnell erschöpft. Dazu kommt das Prestige, das mit den Amtssprachen verbunden ist. Daraus lässt sich wiederum Kapital schlagen. Für Großbritannien ist zum Beispiel das Geschäft mit Englischschulen im Ausland die zweitgrößte Devisenquelle nach dem Nordseeöl.

Auch die britische Musik- und Filmindustrie profitiert von der zentralen Bedeutung der englischen Sprache. Dabei würde eine einheitliche Sprache, so wird auch argumentiert, eine EU-weit funktionierende Demokratie überhaupt erst ermöglichen. Wie sonst sollte eine gemeinsame Öffentlichkeit und ein europäischer Diskurs zustande kommen? Dafür aber die Vielfalt Europas zu opfern, hält auch Peter Ustinov für falsch. Der Schauspieler und Schriftsteller plädierte während des Round-Table-Gesprächs im Europäischen Parlament für die Vielsprachigkeit.

Wenn Europa jetzt wirklich geeint wird, wie ich es mir erhoffe, nach all den Desastern, Kriegen und Dummheiten, dann bete ich dafür, dass Europa Erfolg hat. Es gibt keinen europäischeren Europäer als mich und ich bin auch sehr dankbar für alles Europäische. Die kleinen Unterschiede zwischen uns sind sehr kostbar. Man muss sie erhalten. Europa, das ist kein Schmelztiegel wie die USA. Wir müssen unsere Unterschiede behalten. Ein Europa ohne Grenzen ist wunderbar. Plötzlich reden die Leute niederländisch, ohne dass man die Grenze gesehen hat. Das ist doch toll.

Die EU-Regierungschefs, aber auch die Europa-Abgeordneten und der Kommissionspräsident Romano Prodi werden also darüber nachdenken müssen, wo und wann genau Vielsprachigkeit notwendig ist und wo aus Effizienzgründen eine oder wenige Sprachen genügen. Denn eine Europäische Union, die am Sprachenkollaps scheitert, verbaut sich jede Chance auf demokratische Legitimität. Ohne effektive Kommunikation gibt es schließlich keine Demokratie.

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