Gesundheitsversorgung
Lauterbach erwartet fächendeckenden Hausärztemangel

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat vor einem Hausärztemangel in Deutschland gewarnt.

14.04.2024
    Berlin: Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, gibt eine Pressekonferenz.
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte "Gesundheitskioske" als Ergänzung in ärztlich unterversorgten Gebieten geplant. (Britta Pedersen/dpa)
    In den vergangenen zehn Jahren seien 50.000 Ärzte zu wenig ausgebildet worden, erklärte der SPD-Politiker in der ARD. Diese würden in den nächsten Jahren flächendeckend fehlen. Er rechne deshalb mit einer sehr schwierigen Versorgungssituation. Lauterbach verwies auf sein geplantes Gesetz zur Stärkung der Versorgung vor Ort. So solle durch einen Wegfall der Vergütungs-Obergrenzen die Tätigkeit als Hausarzt für junge Mediziner attraktiver werden. Der Minister räumte ein, dass im aktuellen Gesetzentwurf die sogenannten Gesundheitskioske fehlten. Die FDP hatte Lauterbachs Vorschlag abgelehnt, weil dieser zu Doppelstrukturen und einer zusätzlichen Belastung der Beitragszahler führe. Auch Sozialverbände sahen das Projekt kritisch.
    Die Gesundheitskioske waren als niedrigschwellige Anlaufstellen zur medizinischen Beratung in ärztlich unterversorgten Gebieten geplant. Pflegefachkräfte sollten dort unter anderem medizinische Routineaufgaben durchführen und Empfehlungen für ärztliche Behandlungen aussprechen.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.