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Gesundheit
Lauterbach gegen Eigenbeteiligung bei Kinder-Notfallversorgung

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat die Forderung zurückgewiesen, eine Eigenbeteiligung für Eltern einzuführen, die ohne akuten Bedarf mit ihren Kindern den ärztlichen Notdienst aufsuchen.

    Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit
    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, SPD (Bernd von Jutrczenka/dpa)
    Sie stammte vom Präsidenten des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Fischbach. Lauterbach sagte dazu, eine solche Abgabe würde Kinder gefährden, deren Eltern nicht die Mittel hätten, sie zu bezahlen. Damit würde das Versagen der Politik in der Vergangenheit auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Der SPD-Politiker verwies auf die geplante Reform der Notfallversorgung. Die vorgesehenen integrierten Leitstellen, die am Telefon eine erste medizinische Einschätzung vornehmen und damit Notdienst-Praxen und Notaufnahmen entlasten sollten, würden das Problem der Überfüllung in den Notfallzentren beenden.
    Diese Nachricht wurde am 08.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.