
Es gehe um humanitäre Leistungen, aber vor allem auch um Selbstschutz, sagte der frühere Gesundheitsminister der "Rheinischen Post". Mittelkürzungen der USA trügen bereits dazu bei, dass Gesundheitssysteme in Ländern wie dem Kongo zerfielen. So könnten sich gefährliche Viren rascher ausbreiten und zu Pandemien mit wirtschaftlichen Folgen auch für Deutschland werden, warnte Lauterbach. Durch den Zusammenbruch von Gesundheitssystemen könnten auch wieder mehr Flüchtlinge nach Europa kommen.
Hilfsorganisationen sehen einen Zusammenhang zwischen Kürzungen bei der internationalen Entwicklungshilfe und dem Ebola-Ausbruch. Es fehle Geld für Vorsorge und Früherkennung. Der aktuelle Ausbruch sei erst nach einiger Zeit erkannt worden. Im Kongo wurden inzwischen mehr als 220 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Ebola-Erkrankung gezählt.
Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
