Medienberichte
Lauterbach (SPD) will Verkaufsverbot von Lachgas an Minderjährige, Ende von "begleitetem Trinken" und gegen "K.O.-Tropfen" vorgehen

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat einem Medienbericht zufolge eine Gesetzesänderung vorgelegt, um den Verkauf von Lachgas an Minderjährige zu stoppen.

15.07.2024
    Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, spricht im Bundestag.
    Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) erwägt Ende des "begleiteten Trinkens", bei dem Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren im Beisein der Eltern Bier und Wein bekommen können. (dpa / Hannes P Albert)
    Wie die "Rheinische Post" berichtet, sind auch Einschränkungen für die Herstellung vorgesehen. Lachgas wird von Jugendlichen als Partydroge genutzt. Verbieten lassen will Lauterbach dem Bericht zufolge auch Chemikalien, die als K.O.-Tropfen für Sexualstraftaten genutzt würden und als "Vergewaltigungsdroge" gälten. Die Änderung sollten nach der Sommerpause umgesetzt werden und könnte noch dieses Jahr in Kraft treten, hieß es.
    Der SPD-Politiker spricht sich ferner für ein Verbot des sogenannten begleiteten Trinkens für 14- bis 16-Jährige aus. Die Anwesenheit von Erwachsenen ändere nichts an der Schädlichkeit von Alkohol für Kinder, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Jugendliche dürfen laut Gesetz ab 14 im Beisein von Sorgeberechtigten Bier, Wein oder Schaumwein trinken. Zuvor waren aus den Bundesländern Forderungen nach einem Ende des begleiteten Trinkens gekommen.
    Diese Nachricht wurde am 11.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.