
Um die Reform nicht zu verzögern, solle eine Einigung auf Fachebene erzielt werden, bevor die Reform im Bundestag verabschiedet werde, erläuterte der SPD-Politiker.
Die deutschen Krankenhäuser rechnen nach Angaben von Verbandschef Gaß in diesem Jahr mit einem Defizit von sechs Milliarden Euro. Die von Lauterbach angestoßene Krankenhausreform sieht unter anderem vor, das wirtschaftliche Risiko für Kliniken zu minimieren, indem sie für das Vorhalten bestimmter Leistungen vergütet werden. Speziellere Eingriffe sollen dabei nur noch von Fachkliniken durchgeführt werden. Deshalb befürchten die Länder, dass viele kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum schließen müssen.
FDP unterstützt Lauterbachs Pläne
Vor dem Treffen hatte die FDP-Gesundheitspolitikerin Lütke im Deutschlandfunk betont, es gebe kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Die vorhandenen Gelder müssten effizienter verteilt werden. Allerdings seien die Länder im Rückstand mit ihren Investitionen in die Ausstattung der Krankenhäuser. Lütke lobte die von Gesundheitsminister Lauterbach geplante Vergütung für das Vorhalten bestimmter Leistungen, die den Kliniken mehr wirtschaftliche Planungssicherheit geben soll.
Krankenhausgipfel: Kliniken kritisieren Lauterbachs Reform (Audio)
Das Interview mit Kristine Lütke können Sie hier hören.
Diese Nachricht wurde am 09.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
