
Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Laut Statistik hatten 65-Jährige zuletzt Aussicht auf weitere 19,4 Lebensjahre. Dieser Mittelwert der Jahre 2022 bis 2024 lag nach einigen Schwankungen auf demselben Niveau wie zehn Jahre zuvor. Das gesetzliche Alter für eine abschlagsfreie Rente hingegen wurde seit 2012 schrittweise um mehr als ein Jahr angehoben. Auch der tatsächliche Rentenstart verschob sich binnen zehn Jahren im Schnitt um gut 1,3 Jahre nach hinten.
Wirtschaftsministerin Reiche (CDU) hatte im September mit Blick auf ein Papier ihres Beraterkreises erklärt, "dass wir angesichts einer höheren Lebenserwartung länger arbeiten müssen".
Rentenalter wird bis 2030 schrittweise auf 67 Jahre angehoben
Das gesetzliche Rentenalter wird bis 2030 in kleinen Schritten von 65 auf 67 Jahre erhöht. Die bis 2030 hochgerechnete Lebenserwartung wächst laut Antwort der Regierung aber im Mittel nur um ein Jahr für Männer und acht Monate für Frauen. Die vollen zwei Jahre Zugewinn an Lebenszeit sind nach Angaben der Regierung in verschiedenen Rechenszenarien für Männer frühestens im Jahr 2035 und spätestens im Jahr 2056 erreicht; für Frauen dauert es im optimistischsten Szenario bis 2039 und im negativsten bis 2069.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
