Kriminalität
Lebenslange Haft für deutschen "Maskenmann" wegen Mordes in Frankreich

Ein als "Maskenmann" bekannter deutscher Serientäter ist in Frankreich wegen des Mordes an einem Zehnjährigen im Jahr 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

    Der mutmaßliche dreifache Kindesmörder Martin N. steht am 10.10.2011 mit einem Ordner verdeckt beim Eintreffen des Gerichts im Verhandlungsaal des Landgericht Stade und wird gefilmt.
    Der "Maskenmann" ist in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilt worden (Archivbild). (Carmen Jaspersen / dpa / Carmen Jaspersen)
    Ein Gericht in Nantes ordnete für ihn zudem eine anschließende Sicherungsverwahrung an. Für den Täter hat das Urteil zunächst keine Folgen, da er derzeit bereits eine Haftstrafe in Deutschland verbüßt. Der heute 55-Jährige war im Jahr 2012 im niedersächsischen Stade wegen der Ermordung von drei Jungen im Alter von acht, neun und 13 Jahren sowie zahlreichen Sexualdelikten an Kindern zu lebenslanger Haft ebenfalls mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Die Fälle hatten damals für Entsetzen gesorgt - auch weil der Täter stets in Kinderheime, Schullandheime oder Zeltlager eingedrungen war. Er trug dabei jeweils eine dunkle Sturmhaube.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.