Internationaler Gedenktag
Leichname von Opfern des Völkermords in Srebrenica beigesetzt

In Bosnien und Herzegowina wurde zum 31. Jahrestag des Völkermords von Srebrenica der Opfer gedacht.

    Bosnisch-muslimische Frauen trauern in der Gedenkstätte von Srebrenica neben dem Sarg mit den sterblichen Überresten ihres Angehörigen, der zu den zehn kürzlich identifizierten Opfern des Völkermords von Srebrenica gehört.
    Gedenktag für die Opfer des Massakers von Srebrenica (AP / dpa / Armin Durgut)
    In einer Zeremonie an der offiziellen Gedenkstätte im Dorf Potocari in Ostbosnien wurden die Leichname von zehn Völkermord-Opfern beigesetzt. Es handelt sich nach Angaben der Behörden um neu identifizierte Opfer, die in verschiedenen Massengräbern entdeckt worden waren. An der Feierstunde nahmen Medienberichten zufolge Tausende Menschen teil.
    Am 11. Juli 1995 hatten bosnisch-serbische Milizen in Srebrenica innerhalb weniger Tage mehr als 8.000 Bosniaken getötet. Die meisten von ihnen hielten sich in einer Schutzzone der UNO auf. Doch die Blauhelmsoldaten waren zahlenmäßig unterlegen und ihre militärischen Befugnisse unklar.
    Der Völkermord von Srebrenica gilt als das größte Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Die UNO erklärte den 11. Juli zum internationalen Gedenktag.
    Diese Nachricht wurde am 11.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.