Dienstag, 27. Februar 2024

Bundestags-Nachwahl in Berlin
Leichtes Minus für Ampelparteien - Gewinne für CDU und AfD - ein FDP-Mandat fällt weg

Nach der Teil-Wiederholung der Bundestagswahl in Berlin hat es kleinere Veränderungen am Gesamtwahlergebnis von 2021 gegeben. Nach Auszählung aller Stimmen verzeichneten CDU und AfD leichte Zugewinne, während die Ampelparteien hingegen etwas an Boden verloren. Bei zwölf direkt gewählten Kandidaten ergaben sich keine Veränderungen, sie alle konnten ihr Mandat verteidigen. Allerdings ergeben sich aus der niedrigen Wahlbeteiligung Verschiebungen im Detail.

12.02.2024
    Ein Mann gibt in einem Wahllokal in Berlin-Mitte seine Stimme bei der Teilwiederholung der Bundestagswahl ab.
    Teilwiederholung der Bundestagswahl in Berlin (picture alliance / dpa / Christoph Soeder)
    So schrumpft der Bundestag um ein Mandat aus Berlin zulasten der FDP. Daneben verlieren drei Berliner Abgeordnete von SPD, Grünen und der Linken ihren Sitz, den sie über Listenplätze erlangt hatten. Für sie rückt nun jeweils ein neuer Parlamentarier über Listen anderer Bundesländer nach. Landeswahlleiter Bröchler zog ein positives Fazit. Aus organisatorischer Sicht sei die Abstimmung gut gelaufen. Da die Wahlbeteiligung in den betreffenden Bezirken deutlich niedriger ausfiel, drückte sie auch den Gesamtwert für die Hauptstadt bezogen auf die Bundestagswahl nachträglich von damals 75,2 Prozent auf nun noch 69,5 Prozent und damit den niedrigsten Wert seit 1990.
    Wegen Pannen bei der Bundestagswahl 2021 auf dem Gebiet Berlins hatte das Bundesverfassungsgericht im Dezember entschieden, dass sie in etwa einem Fünftel der Stimmbezirke zu wiederholen war.
    Sie können hier einen Beitrag unserer Hauptstadtstudio-Korrespondentin hören.
    Diese Nachricht wurde am 12.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.