Union
Leihmutterschaft: Unionsfraktionschef Spahn tritt zurück

Nach Kritik an seiner Elternschaft mithilfe einer Leihmutter ist Unionsfraktionschef Spahn zurückgetreten.

    Jens Spahn, Vorsitzender der Fraktion der CDU/CSU im Deutschen Bundestag, steht neben seinem Ehemann Daniel Funke beim Bundespresseball. Beide tragen Smoking (April 2026).
    Jens Spahn, Vorsitzender der Fraktion der CDU/CSU im Deutschen Bundestag, steht neben seinem Ehemann Daniel Funke beim Bundespresseball. Beide tragen Smoking (April 2026). (picture alliance I dpa | Carsten Koall)
    In einem Schreiben an die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, das auch dem Deutschlandfunk-Hauptstadtstudio vorliegt, heißt es, ihm sei bewusst geworden, dass sein persönliches Glück, Vater zu werden, nicht vereinbar sei mit seinem politischen Amt. Gleichzeitig bedauere er die Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung.
    Zuvor hatten zahlreiche Unionspolitiker Spahn zum Rücktritt aufgefordert. Der CDU-Politiker Bosbach etwa hatte im Deutschlandfunk gesagt, es sei "hochproblematisch", wenn der Eindruck entstehe, dass für Politiker andere Regeln gelten.
    Spahn und sein Mann waren mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden. Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig. Die CDU hatte sich zuletzt im Februar gegen eine Legalisierung ausgesprochen, auch Spahn selbst war als Minister in der Vergangenheit dagegen.
    Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.