
In einem Schreiben an die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag heißt es, ihm sei in den letzten Tagen bewusst geworden, dass sein persönliches Glück, gemeinsam mit seinem Mann eine Familie zu gründen, nicht vereinbar sei mit seinem politischen Amt. Der Spagat zwischen seiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der Erwartung an ihn als Fraktionsvorsitzenden sei größer geworden, als er erwartet hätte, erklärte Spahn. Gleichzeitig bedauere er die Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung.
Bundeskanzler Merz bezeichnete den Rücktritt Spahns als richtig und unvermeidlich. Glaubwürdigkeit sei in der Politik das höchste Gut, teilte der CDU-Vorsitzende in einer Erklärung mit.
Spahn und sein Mann waren mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden. Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig. Die CDU hatte sich zuletzt im Februar erneut gegen eine Legalisierung ausgesprochen, auch Spahn selbst war als Minister in der Vergangenheit dagegen.
Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
