
In einem Schreiben an die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag heißt es, ihm sei bewusst geworden, dass sein persönliches Glück nicht vereinbar sei mit seinem politischen Amt. Der Spagat zwischen seiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der Erwartung an ihn als Fraktionsvorsitzenden sei größer geworden, als er erwartet hätte, erklärte Spahn.
Bundeskanzler Merz bezeichnete den Rücktritt Spahns als richtig und unvermeidlich. Glaubwürdigkeit sei in der Politik das höchste Gut, teilte der CDU-Vorsitzende mit. Der CSU-Vorsitzende Söder erklärte, Spahn gebühre für diese persönliche Entscheidung Respekt. Ähnlich äußerte sich CSU-Landesgruppenchef Hoffmann. Zugleich kündigte er an, die Amtsgeschäfte selbst bis zur Wahl eines neuen Fraktionsvorsitzenden zu übernehmen.
Auch SPD-Fraktionschef Miersch äußerte "großen Respekt" vor Spahns Entscheidung und erklärte, er habe in der Koalition sehr vertrauensvoll mit ihm zusammengearbeitet.
Auch SPD-Fraktionschef Miersch äußerte "großen Respekt" vor Spahns Entscheidung und erklärte, er habe in der Koalition sehr vertrauensvoll mit ihm zusammengearbeitet.
Spahn und sein Mann waren mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden. Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig. Die CDU lehnt eine Legalisierung ab, auch Spahn selbst war in der Vergangenheit stets dagegen.
Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
