Nach Hitzeschäden im Juni
Leipziger Verkehrsbetriebe erstellen Hitzeplan und ändern Zusammensetzung der Fugenmasse

Als Konsequenz aus dem hitzebedingtem Ausfall der Straßenbahnen im Juni haben die Leipziger Verkehrsbetriebe ihren Hitzeplan angepasst.

    Freiwillige Helferinnen und Helfer befreien im Zentrum Straßenbahnschienen von verklebter Fugenmasse in Leipzig.
    Leipziger Verkehrsbetriebe erstellen Hitzeplan nach Schäden in diesem Sommer auf. (picture alliance/dpa/Hendrik Schmidt)
    Er sieht vor, dass ab einer Temperatur von 33 Grad Messungen an den Gleisen vorgenommen werden und ab 38 Grad die Gleise gekühlt und nicht mehr von Bussen befahren werden dürfen. Diese Maßnahmen hätten bereits in der erneuten Hitzeperiode im August geholfen. Darüber hinaus wird die Zusammensetzung der für die Schienen verwendeten Fugenmasse verändert.
    Zuvor hatte der TÜV Süd Rail in einem Gutachten festgestellt, dass es im Juni durch Temperaturen um die 40 Grad und die gleichzeitige Beanspruchung der Gleise durch Autos, Lastwagen und Busse zu den Schäden kam. Damals war an vielen Stellen die Fugenmasse aufgeweicht und durch die Straßenbahnen herausgedrückt worden. Die Masse härtete wieder aus und verklebte die Schienen auf 36 Kilometer Länge. In der Folge war der Straßenbahnverkehr in Leipzig mehrere Tag stark eingeschränkt. Die Verkehrsbetriebe beziffern den Schaden auf 4,5 Millionen Euro.
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.