Bertelsmann Stiftung
Leistungen für Teilhabe und Bildung kommen bei vielen Kindern und Jugendlichen nicht an

Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket kommen bei vielen Kindern und Jugendlichen nicht an. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung.

    Eine Grundschülerin sortiert ihre Schulbücher
    Von Teilhabehilfen können bedürftige Familen zum Beispiel Schulbücher und -hefte kaufen. (picture alliance / dpa / Holger Hollemann)
    Demnach nahmen von den 6- bis unter 15-Jährigen, die im vergangenen Jahr Anspruch auf Bürgergeld hatten, nur rund 18 Prozent die Leistungen in Anspruch. In der Altersgruppe zwischen 15 und 17 Jahren waren es nur zwölf Prozent. Bei jungen Menschen, die Sozialhilfe bezogen oder die unter das Asylbewerberleistungsgesetz fallen, sei der Abruf der Hilfen noch geringer gewesen.
    Gründe sind demnach etwa bürokratische Hürden und unklare Zuständigkeiten. In manchen Bundesländern seien die Bewilligungspraktiken zudem strenger, als es das Gesetz vorsehe, hieß es. Dadurch entstünden ungleiche Teilhabechancen je nach Wohnort.
    Das 2011 eingeführte Bildungs- und Teilhabepaket unterstützt Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien mit Geld, unter anderem für Schulhefte, Ausflüge, gemeinschaftliches Mittagessen und Angebote für kulturelle Aktivitäten.
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.